Sportfreunde Habinghorst wollen direkt zurück in die B-Liga

Fußball-Kreisliga C

Pech, Ärger, Frust. All das sind Vokabeln, die Fußballtrainer Willi Henseleit benutzt, wenn er vom Abstieg seiner Sportfreunde Habinghorst in die Kreisliga C spricht. Am Ende der Abrechnung aber bleibt ein Geständnis: "Die Hauptschuldigen sind wir." Henseleit will den direkten Wiederaufstieg anpacken.

CASTROP-RAUXEL

von Von Florian Kopshoff

, 10.08.2011, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Haris Moranjkic (links) von den SF Habinghorst, hier im Stadtmeisterschaftsspiel gegen den Ortsnachbarn VfB Habinghorst.

Haris Moranjkic (links) von den SF Habinghorst, hier im Stadtmeisterschaftsspiel gegen den Ortsnachbarn VfB Habinghorst.

Der Frust in Habinghorst ist begründet. Die ersten drei Spiele der Saison 2010/2011 hatte das Team gewonnen. Dann erschwerten Verletzungen, auch von Leistungsträgern, die sportliche Lage. Die Hinrunde schlossen die Sportfreunde immerhin noch auf Rang acht ab. In der Rückrundentabelle der vergangenen Spielzeit ist Habinghorst auf dem letzten Platz wiederzufinden - so wie in der Gesamtrangliste auch.Sodingen abgemeldet

"Wir hatten Pech", sagt Henseleit. Gegen Mannschaften, die am Ende der Saison einige Male nur noch mit neun Spielern aufgelaufen seien, hätte sein Team Mitte der Rückrunde verloren, als diese Gegner personell noch gut ausgestattet gewesen seien. Der SV Sodingen hat seine zweite Mannschaft aus der Staffel B2 unlängst abgemeldet. Wäre das schon am Ende der letzten Saison geschehen, hätten sich die Sportfreunde noch über ein Relegationsspiel auf den freien Startplatz retten können.

Aber: Der Abonnements-B-Ligist SF Habinghorst, der seit 23 Jahren ununterbrochen in dieser Klasse spielte, ist im Spieljahr 2012/2013 C-Ligist - da hilft kein Zetern mehr. Das weiß auch Henseleit, der den Wiederaufstieg anvisiert.

Schärfster Konkurrent im Wettbewerb, glaubt Henseleit, ist die SG Castrop II, die den Sprung ins Oberhaus schon in den vergangenen Jahren nur knapp verpasst hat und sich in Testspielen in guter Form zeigte (unter anderem 4:1 gegen den B-Ligisten SuS Pöppinghausen). Darüber hinaus schätzt der Trainer die SG Adler Rauxel als starken Mitbewerber um den Aufstieg ein: "Ansonsten können wir uns nur selbst schlagen."Frühe Standortbestimmung

Nach Henseleits Einschätzungen wird eine echte Standortbestimmung also schon am ersten Spieltag erfolgen. Dann reist das Team, das im Vergleich zum Vorjahr unter anderem um Routinier Christian Wagner (Wechsel zu Victoria Habinghorst) ärmer ist, an die Bahnhofstraße zur SG Castrop II. Möglicherweise fällt im Anschluss die Einschätzung leichter, ob der direkte Wiederaufstieg ein erreichbares Ziel ist. So wie im Jahr 1988. Damals war es einer anderen Generation von Sportfreunden gelungen, nach einem Jahr in der Kreisliga C wieder in die angestammte Kreisliga B zu springen. Für - wie bereits erwähnt - 23 Jahre in Serie. Mit einem solchen Ergebnis würde sicher auch Henseleit Pech, Ärger und Frust des letzten Jahres ganz schnell vergessen.

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