Fußballer der SF Habinghorst/Dingen schlägt Straßenfußballregel vor

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Die Tore beim Duell der SF Habinghorst/Dingen gegen Eintracht Ickern mitzuzählen, war gar nicht so einfach. Daher schlug ein Spieler der Sportfreunde eine Straßenfußballregel vor.

Castrop-Rauxel

, 09.07.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Straßenfußballregel, die Erinnerungen an die Vergangenheit, das erfolgreiche Debüt des Nachwuchsmanns, der fliehende Vorsitzende und der frühere Torwart als Schuhlieferant: Das sind die Castrop-Rauxeler Sportgeschichten von den ersten Tagen der Fußball-Stadtmeisterschaft.

Corc Bahcecioglu, Fußballer des B-Kreisligisten SF Habinghorst/Dingen, hatte im Laufe des Spiels gegen Eintracht Ickern einfach keine Lust mehr, die vielen Tore mitzuzählen. Gerade war in der 80. Minute das 4:7 aus Sicht von Habinghorst/Dingen gefallen, doch an eine Aufholjagd glaubte im Trikot der Sportfreunde kaum jemand noch. Bahcecioglu schlug daher eine Regel vor, die man vom Straßenfußball kennt: „Das letzte Tor entscheidet!“, rief der Spieler über den Platz. Beim Schiedsrichter fand das jedoch kein Gehör. Pech für Corc Bahcecioglu: Das nächste Tor erzielte nämlich Muhammet Tiris zum 5:7 für Habinghorst/Dingen.

Jürgen Maurer, früherer äußerst agiler Fußballspieler und Trainer (u.a. SuS Merklinde, Spvg Schwerin und FC Frohlinde), fachsimpelte mit dem Ex-Kicker Dieter Scherz am Rande der Partien bei den Stadttitelkämpfen über die Qualität der Spiele nach dem Motto: „Früher war alles besser.“ Scherz, der noch in dem Gespräch an die nostalgische Atmosphäre im alten Stadion mit der Tribüne, dem Sprecherturm sowie dem abgerissenen Marathontor bewundernd erinnerte, nickte schmunzelnd zu.

Dennis Ried, neuer Angreifer beim Recklinghäuser B-Kreisligisten TuS Henrichenburg, erlebte am Samstag im Stadtmeisterschaftsduell gegen die SG Castrop einen Einstand nach Maß. Der 18-jährige Nachwuchsmann wurde Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt und traf in seinem ersten Spiel für die Henrichenburger gleich mit seinem ersten Ballkontakt ins Tor. Dass sich Ried, der von Arminia Ickern zum TuS wechselte und zuvor auch schon für Rot-Weiß Essen auf Torejagd ging, direkt so gut einfügt, verwunderte nicht. Schließlich trainiert er bereits seit der Winterpause mit der Mannschaft an der Lambertstraße und ist nun auch für diese spielberechtigt.

Fußballer der SF Habinghorst/Dingen schlägt Straßenfußballregel vor

Björn Klieve, der Vorsitzende der SG Castrop, war bei der Stadtmeisterschaft für den Wertmarkenverkauf verantwortlich. © Volker Engel

Björn Klieve, 1. Vorsitzender der SG Castrop, die in diesem Jahr nach den Junioren-Kämpfen auch die Fußball-Stadtmeisterschaft der Herren ausrichtet, zeigte sich am Eröffnungstag im Stadion an der Bahnhofstraße leicht über den Zuschauerzuspruch enttäuscht: „Das sind doch drei Knallerspiele und das Wetter ist auch sehr gut.“ Beim Wetter musste der SG-Chef dann doch zum Schluss Abstriche machen, als er sich um den Wertmarkenverkauf im Freien kümmerte. Der plötzlich einsetzende Regen veranlasste ihn nämlich den Verkauf in den Räumen des Vereinshauses fortzusetzen.

Sascha Schöner, früher Torwart der zweiten Mannschaft von Eintracht Ickern und weiterhin im Verein aktiv, musste im Laufe der ersten Halbzeit des Stadtmeisterschaft-Spiels gegen die SF Habinghorst/Dingen schnell in die Kabine eilen. Denn der Ickerner Keeper Kevin Foltmann brauchte plötzlich ein anderes Schuhwerk. Zunächst musste der Torhüter aber Schöner beschreiben, wo seine Tasche überhaupt zu finden ist. Das klappte, denn Schöner kehrte kurze Zeit später mit den Schuhen in der Hand zurück, die sich Foltmann bei der nächsten Unterbrechung anziehen konnte.

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