Stephan Speckbacher: „Finde es äußerst schade“

Nach der Entlassung bei der HSG

Vor dem drittletzten Spieltag in der Handball-Bezirksliga hat sich die abstiegsgefährdete HSG Rauxel-Schwerin von ihrem Trainer Stephan Speckbacher getrennt. Im Interview spricht Speckbacher über die Entlassung, die für ihn überraschend kam, die er dem Verein aber auch nicht übel nimmt.

CASTROP-RAUXEL

, 13.04.2016, 06:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nur ein knappes Jahr lang war Stephan Speckbacher Trainer des Handball-Bezirksligisten HSG Rauxel-Schwerin. Am drittletzten Spieltag haben die Interims-Übungsleiter Sebastian Clausen und Jochem Schämann sein Amt übernommen.

Nur ein knappes Jahr lang war Stephan Speckbacher Trainer des Handball-Bezirksligisten HSG Rauxel-Schwerin. Am drittletzten Spieltag haben die Interims-Übungsleiter Sebastian Clausen und Jochem Schämann sein Amt übernommen.

Herr Speckbacher, wie überraschend kam für Sie die Entscheidung des HSG-Vorstands, sich von Ihnen zu trennen?

Ich wurde am Freitag vor dem Training informiert und habe die Übungseinheit dann auch nicht mehr geleitet. Etwas überraschend kam die Entscheidung für mich schon, ich hatte mir allerdings etwas in dieser Richtung gedacht, als mir mitgeteilt wurde, dass ich früher zur Vorstandsrunde kommen sollte.

Haben Sie Verständnis für die Entscheidung?

Ich finde es äußerst schade und hätte mit den Jungs gerne noch weiter gearbeitet. Dem Verein war es aber wichtiger, der Mannschaft noch einmal einen Impuls im Kampf und dem Klassenverbleib zu geben. Wichtig ist: Wir sind nicht in irgendeiner Weise böse auseinander gegangen.

Woran hat es aus Ihrer Sicht gelegen, dass die HSG in Abstiegsgefahr geraten ist?

Es war eigentlich für alle Beteiligten vor der Saison klar, dass wir höchstwahrscheinlich gegen den Abstieg kämpfen müssen, nachdem die Abgänge von Stammspielern wie Felix Zimmer und Janis Braun feststanden. Gerade in einer sehr guten Phase, in der erste Automatismen gegriffen haben, kamen dann die langfristigen Verletzungen von Björn Wieser, Fabian Wenge und Pascal Meyer hinzu. Das war gerade im Angriff schwer zu kompensieren. Wir mussten viel zu früh Erfahrung durch Entwicklungspotenzial ersetzen. Wieser und Wenge zusammen haben im Durchschnitt rund zwölf Tore pro Spiel erzielt.

Beim 20:20 gegen Westfalia Herne 2 am Sonntag, bei dem die Mannschaft von Sebastian Clausen und Jochem Schämann betreut wurde, haben Sie im Publikum gesessen. Was war das für ein Gefühl?

Für mich war es auf der einen Seite ganz interessant, das Spiel mal etwas distanzierter zu betrachten und mit unserem Vorsitzenden Karl Schiemann über die eine oder andere Situation zu diskutieren. Auf der anderen Seite hätte ich natürlich lieber auf der Bank gesessen und direkt auf das Spiel eingewirkt.

Wird die HSG den Klassenverbleib schaffen?

Davon bin ich überzeugt. Ich möchte mich ausdrücklich bei der Mannschaft bedanken und den Spielern alles Gute für die Zukunft wünschen. Die Zusammenarbeit hat mir viel Spaß gemacht. Ein ausdrücklicher Dank geht auch an meinen Co-Trainer Steven Wels, der mir sehr gut geholfen hat.

Bleiben Sie als Spieler weiterhin für die HSG aktiv?

Für mich war es selbstverständlich, dass ich am Sonntag wieder für die dritte Mannschaft aufgelaufen bin. Es war ja dann auch sehr erfreulich, dass wir den Aufstieg in die 3. Kreisklasse geschafft haben. Auch das letzte Saisonspiel gegen CVJM Gelsenkirchen am kommenden Sonntag werde ich auf jeden Fall machen.

Wie geht es in der nächsten Saison für Sie weiter?

Ob ich dann weiter für die HSG Rauxel-Schwerin aktiv sein werde, kann ich noch nicht abschätzen. Das lasse ich mal auf mich zukommen. Ausschließen möchte ich es aber nicht.

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