SuS verabschiedet sich mit Sieg / Schwerin bangt

Fußball-Bezirksliga

Im vorerst letzten Heimspiel in der Bezirksliga konnte der SuS Merklinde sich mit drei Punkten durch einen 3:2-Sieg gegen Ahsen verabschieden. Wacker feiert einen deutlichen Sieg. Schwerin erkämpft sich einen Punkt gegen Dorstfeld, muss aber weiter zittern.

CASTROP-RAUXEL

, 01.06.2014, 18:17 Uhr / Lesedauer: 3 min
Lars Blank (l.) erzielte einen Doppelpack für Merklinde und wird von Jannis Hammelstein beglückwünscht.

Lars Blank (l.) erzielte einen Doppelpack für Merklinde und wird von Jannis Hammelstein beglückwünscht.

Nach dem Seitenwechsel folgte zunächst die "kalte Dusche" in Form des Dorstfelder Ausgleichs. Doch die Schweriner steckten diesen Rückschlag recht bald weg und kamen durch Nikolas Poslednik (51.,53.) und Levent Alanyali (58., 64.) zu weiteren guten Möglichkeiten. In der 80. Minute hatte Marcos Hill freistehend die größte Chance zur erneuten Führung, sein Abschluss fiel jedoch zu schwach aus. Stattdessen erzielte Dorstfeld im Gegenzug das 2:1. Damit war die spannende und ansprechende Partie immer noch nicht beendet. Vier Minuten später drang Hill noch ein Mal in den Strafraum ein und zwang den Torwart zu einer zu kurz geratenen Fußabwehr, die bei Alanyali landete. Der schoss aus kurzer Distanz zum 2:2 ein, das in der Endabrechnung für die Schweriner noch Gold wert sein könnte.

Schulz, Dapi, Karakabak, Michna, Reuscheck, Handt, Alanyali (90. Simbi), Poslednik, Hammer (75. Godinho), Behrends, Hill (89. Rocha Martinez)

0:1 (34.) Behrends, 1:1 (47.), 2:1 (81.), 2:2 (85.) Alanyali

Lars Blank (2) und Abdelghani Habri machten mit ihren Toren einen 0:2-Rückstand wett. Im vorerst letzten Heimspiel in dieser Klasse zeigte die seit letzter Woche als Absteiger feststehende Mannschaft um Kapitän Marco Gruszka, dass sie nicht wie ein Absteiger spielt. Die Fans kamen diesmal aus dem Staunen nicht heraus. Ahsen ging schnell mit 2:0 Führung (12./24.). Dietmar Gaida sah eine Minute nach dem zweiten Treffer wegen einer Notbremse die Rote Karte. Alles aus? Von wegen. Der Merklinder Trainer, Jörg Nowaczyk, hätte seine wahre Freude daran gehabt. Der Coach war dienstlich im Einsatz und wurde vom Sportlichen Leiter Martin Broll und Co-Trainer Jan Nöthe an der Linie vertreten. Und die mussten noch eine scheinbar weitere Sorge verkraften. Florian Hommel schied verletzt aus und wurde vom offensiveren Ron Hibbeln ersetzt (20.). Das schien Signalkraft zu haben. Schon bei seinem ersten Ballkontakt mischte Hibbeln die gegnerische Abwehr auf. Der Abschluss von Habri war allerdings (noch) zu schwach. Es sollte besser kommen. Gerade hatten die Hausherren bei einem Pfostenschuss Glück, da gelang Blank auf der anderen Seite nach Pass von Habri der 1:2-Anschluss (28.). Die Gäste waren verzweifelt. Da hörte man immer wieder Stimmen, "dass man doch gefälligst einen Mann mehr hat". Doch das merkte anscheinend niemand.

Die Merklinder bekamen Spaß an dem Spiel "Zehn gegen Elf". Auf der einen Seite wusste man einen Maximillian Möhrs im Tor, der auch die besten Chancen vereitelte. Auf der anderen Seite wirbelte Hibbeln, der aber nur den Innenpfosten traf. Blank machte es besser. Erneut auf die Reise geschickt schoss er nach dem Doppelpack bei der Spvg Schwerin am Vorsonntag, auch gegen Ahsen zum 2:2 (44.) seinen zweiten Treffer. Und diesmal wurde es noch besser. Die Gäste waren sichtlich genervt, weil die Platzherren auf ihrem Kunstrasen kaum Platz zuließen. Und nach vorne ging das bei Merklinde ganz ansehnlich. Nach einem Konter über Blank gönnte sich Habri noch einen Schlenker und schoss das 3:2 (75.). Warum das in der gesamten Saison so nicht öfter gelang, bleibt schleierhaft.

Möhrs, Sturmeit, Turan (80. Srimee), Gaida, Foitzik, Borys, Gruszka, Hommel (20. Hibbeln), Hammelstein (60. Pögel), Habri, Blank

 0:1 (12.), 0:2 (24.), 1:2 (28.) Blank, 2:2 (44.) Blank, 3:2 (75.) Habri

Rote Karte (24.) gegen Gaida nach einem Foulspiel

Mit einem 5:2 (2:1)-Sieg gegen den Tabellendritten BW Westfalia Langenbochum, haben sich die Bezirksliga-Kicker des SV Wacker Obercastrop (8.) ihren Pokalfrust unter der Woche in Frohlinde so richtig von der Seele gespielt. Nach sieben Minuten haute Bastian Niebert den Ball zum 1:0 in die Maschen. Der Schnellschütze wurde nach dem Spiel offiziell verabschiedet (geht zum FC Frohlinde), wie auch Marcel Lindner (SG Castrop) und Niklas Neumann (Ziel unbekannt).

Die Westfalia aus Herten-Langenbochum wollte allerdings nicht nur schmückendes Beiwerk spielen. Ein fulminanter Freistoß zum 1:1 (36.) war für Keeper Paul-Robin Meschkis nicht zu halten. An diesem Tag machte das alles nichts. Manuel Backes erkannte seine Chance: 2:1 (39.) noch vor der Halbzeit. Die Gäste, die lange Zeit ein ganz heißer Kandidat für die Meisterschaft waren, wollten (noch) nicht klein beigeben, glichen zum 2:2 (54.) aus. Doch den Obercastropern ging diesmal nicht die Puste aus. Gerade drei Akteure, die sich im Pokalspiel mit Krämpfen herumschlugen, meldeten sich eindrucksvoll zurück. Stefan Kitowski schoss das 3:2 (68.), Sascha Schröder gelang der nächste Streich (4:2/85.) und Marcel Herder (5:2/86.) besaß die Kraft, noch eins drauf zu legen.

Meschkis, Bothe, El Moutaouafik (60. Queder), D. Firch, Budde, Schröder, Wisnewski (65. Körber), Herder, Niebert (80. T. Firch), Kitowski, Backes

1:0 (7.) Niebert, 1:1 (36.), 2:1 (39.) Backes, 2:2 (54.), 3:2 (68.) Kitowski, 4:2 (85.), 5:2 (86.) Herder  

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