Symbolträchtig: Wackeraner obenauf

CASTROP-RAUXEL Im Aufstiegsjahr hegten die Fußballer des SV Wacker Obercastrop nur kleine Ansprüche und waren auf den Bezirksliga-Verbleib aus. Am Ende stand für sie Platz vier zu Buche. Nur wenige Monate später steht die Elf aus der Erin-Kampfbahn nach vier siegreichen Spielen als einziger Bezirkligist stolz und starr, wie der denkmalgeschützte stählerne Förderturm nebenan, symbolträchtig an der Tabellenspitze.

von Von Jürgen Weiß

, 07.09.2007, 12:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Uwe Esser, Wacker Obercastrop

Uwe Esser, Wacker Obercastrop

Da ist natürlich auch Trainer Uwe Esser, der "Vater der erfolgreichen Geschichte", hoch zufrieden: "So darf es noch lange weitergehen, denn in dieser Saison kann wohl jeder jeden schlagen!"

Doch im zweiten Heimspiel in Folge sollte nach dem 4:1 wie "Namensgeber" Langendreer nun auch der VfB Waltrop mit "langen" Mienen nach Hause fahren.

Waltrop noch "kracherlos"

Die Mannschaft jenseits der nördlichen Stadtgrenze hat erst am letzten Sonntag den ersten Sieg (3:1 gegen Kirchhörde) eingefahren und vorher dreimal verloren. Doch Esser warnt auch, dass das eine Folge der Spielansetzungen sein könnte. Aber beim Studium des Spielplanes stellt man fest, dass auch Waltrop bislang noch keine "Kracher" vor der Brust hatte.

Und der SV Wacker wird sich davon auch nicht beeindrucken lassen und auf heimischem Kunstrasen wie gewohnt mit "breiter Brust" entgegenwirken. Wobei ein Vorreiter diesbezüglicher Spielweise, Sven Stypers, mit einem dicken Knöchel ausfallen könnte.

Doch Essers Kader ("die Trainingsbeteiligung ist wieder super!") ist groß genug, einzelne Ausfälle zu kompensieren.

Von der Sonnenliege auf die Ersatzbank

So musste selbst Torjäger Vadim Glöckner nach seinem Urlaub-Aufenthalt auf Mallorcas Sonnenliegen, zunächst auf der Obercastroper Auswechselbank Platz nehmen. Esser: "Vadim hat zwar etwas gemurrt, aber es doch verstanden; ich wollte ja die siegreiche Elf nicht ändern."

Zufrieden ist der Coach darüber hinaus mit seinen Neuzugängen Marcel Heinen und Torwart Jan Nöthe. Die sind in der letzten Serie mit dem SuS Merklinde abgestiegen, befinden sich jetzt im Aufwind und dürfen plötzlich um die Tabellenspitze mitspielen.

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