FC Frohlinde II möchte mit Verjüngungskur und mentalem Training wieder zurück in die Spur

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Nach einer schwachen vergangenen Saison sieht Trainer Jimmy Thimm die Probleme des FC Frohlinde II nicht in der Qualität. Für ihn ist der Erfolg in der neuen Saison einfach Kopfsache.

Frohlinde

, 02.08.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zweitvertretung des FC Frohlinde hatte in ihrer zweiten Saison im Kreisliga-Oberhaus so ihre Probleme. Mit 31 Punkten belegten die Frohlinder den zwölften Platz. Zwar hatte die Mannschaft nie etwas mit dem Abstieg zu tun, da sich zwei Mannschaften vom Spielbetrieb vorzeitig abmeldeten, trotzdem war die Luft nach unten dünn.

Auf der einen Seite konnte Frohlinde Mannschaften von oben wie den FC Marokko Herne oder den BV Herne Süd ärgern. Andererseits ließ die Elf von Coach Jimmy Thimm zu viele Punkte gegen vermeintlich ebenbürtige Teams liegen. Das Mentalitätsproblem aus der vergangenen Saison möchten die Frohlinder mit einem frischen Kader hinter sich lassen.

Die Kreisliga-A-Mannschaft des FC Frohlinde II im Teamcheck:

Das Saisonziel
Nach der Aufstiegsrelegation in der Saison 17/18 und einem zwölften Platz in der darauf folgenden Spielzeit zeigt die Tendenz für den FCF nach oben. „Wir wollen uns von Saison zu Saison verbessern und peilen einen einstelligen Tabellenplatz an“, schätzt Trainer Jimmy Thimm die Chancen seiner Mannschaft ein. Die Top-Teams der Liga sind für ihn ganz klar der FC Castrop-Rauxel und RWT Herne. Allerdings könnten laut ihm auch der SV Holsterhausen, der SV Wanne 11 II und der BV Herne-Süd eine wichtige Rolle im Aufstiegsrennen spielen.


Der Stand der Dinge
Die Zweitvertretung des FCF ist am 1. Juli in die Vorbereitung eingestiegen. In der ersten Woche konnten die Frohlinder noch von einer Traumvorbereitung sprechen: „Wir haben die erste Woche fünf Mal trainiert. Das war schon fast eine Art Trainingslager. Alle Spieler waren fast den ganzen Tag vor Ort - das war auch gut für das Mannschaftsgefüge“, so der FCF-Coach.

Danach ging es allerdings steil bergab. Ab der zweiten Trainingswoche sei es laut Thimm eine „Vollkatastrophe“ gewesen. Aufgrund von Urlaubern und Verletzten hatte Frohlinde II zeitweise nur zwei Torhüter und neun Feldspieler zur Verfügung, weswegen etliche Testspiele und Turniere abgesagt werden mussten. Eigentlich verfügt der FCF II über einen 23-Mann-Kader.

FC Frohlinde II möchte mit Verjüngungskur und mentalem Training wieder zurück in die Spur

In der vergangenen Saison hatten die Frohlinder schon einige Personalprobleme, sodass der Routinier Dirk Vierhaus auch noch einmal die Schuhe schnürte. © Volker Engel

Im Testspiel gegen die Spvg Schwerin wurde auch die Mentalitäts-Problematik aus der vergangenen Saison wieder sichtbar. „Das Ergebnis ist mit 0:8 viel zu hoch ausgefallen. Wir haben in der ersten Hälfte richtig gut mitgehalten. In der zweiten Halbzeit kam dann der Einbruch“, so Thimm.

Neben der Mentalität habe auch die Fitness eine Rolle gespielt, „weswegen wir momentan das Augenmerk auf die konditionellen Trainingsinhalte legen“. Trotzdem ist der Trainer zuversichtlich, denn alleine elf Spieler sind 21 oder jünger. „Das sind Jungs die haben alle richtig Bock zu spielen. Sie müssen zwar noch viel lernen, aber das kommt mit der Zeit“, erklärte Jimmy Thimm. Insgesamt können die Frohlinder von einer guten Mischung profitieren, da der Mannschaftskern schon viele Jahre zusammen spielt.

Die Neuzugänge
Verstärkung aus dem Juniorenbereich für den FC Frohlinde II gibt es mit Ilias Homann und Ben Rehling aus der eigenen Jugend. Kevin Tharmachandran (Westfalia Herne A-Junioren) und Dennis Springweiler (SG Castrop A-Junioren) schließen sich der Mannschaft ebenfalls an. Die ehemaligen Frohlinder Jan-Luca Dykierek (Spvg Schwerin) und Niklas Köhler (vereinlos) kehren an die Brandheide zurück. Christian Pochaba wird aus der Drittvertretung des FCF in die zweite Mannschaft befördert.

Die Abgänge
Die Frohlinder müssen in der neuen Saison auf vier Spieler verzichten. Lennart Reichelt wechselt in die Bezirksliga zur Spvg Schwerin, während Robin Böhmer, Tim Ebert und Matthias Salloch aus beruflichen Gründen kürzertreten müssen.

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