Tour de Suisse: Sieberg muss aufgeben

CASTROP-RAUXEL Am fünften Tag der Tour de Suisse ist Schluss gewesen für den Castrop-Rauxeler Radprofi Marcel Sieberg. Der Fahrer des Pro-Tour-Teams High Road musste als 136. des Gesamt-Klassements verletzt aufgeben.

von Von Marc Stommer

, 19.06.2008, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marcel Sieberg ist am 5. Juli beim Tour-Auftakt nicht dabei

Marcel Sieberg ist am 5. Juli beim Tour-Auftakt nicht dabei

Damit zollte Sieberg dem Sturz, der ihn schon seit der ersten Etappe beeinträchtigt hatte, endgültig Tribut. "Ich habe mir dabei eine Rückenverletzung zugezogen, die ich mit durchs Rennen geschleppt habe. Zwei, drei Tage lief es schwer, dann hat es keinen Sinn mehr gemacht", äußerte Sieberg enttäuscht.

Zuvor hatte der Europastädter noch seinem Team-Kollegen Gerald Ciolek durch die Arbeit im Feld zu zwei dritten Plätzen im Massensprint auf der dritten und vierten Etappe verholfen. Mit Kim Kirchen ist ein weiterer High-Road-Fahrer im Gesamt-Klassement auf Platz zwei weit vorne platziert.

Untersuchung bei einem Spezialisten

Sieberg ist mittlerweile zurück in Deutschland und will sich morgen bei einem Spezialisten in Dortmund am Rücken untersuchen lassen. "Ich hoffe natürlich, dass ich nächste Woche bei der Deutschen Meisterschaft in Bochum dabei sein kann", so Sieberg. Am Wochenende 28. und 29.Juni starten nämlich in der Castrop-Rauxeler Nachbarstadt die Deutschen Straßen-Meisterschaften der Elite-Fahrer.

Trotz der Verletzung stimmt Marcel Sieberg  in diesen Tagen aber auch zumindest etwas positiv: "Dass wir jetzt mit dem Sportartikelhersteller Columbia einen Sponsor haben ist super. Damit sind die nächsten zweieinhalb Jahre für das Team gesichert." Am 3. Juli, kurz vor der Tour de France, sollen die neuen Trikots präsentiert werden.

"Hoffnung nicht aufgeben"

Team High Road startet zur "Tour der Leiden" schon unter dem neuen Namen "Team Columbia" (wir berichteten). Ob dann auch Marcel Sieberg am Tour-Start sein wird, ist nach dessen eigener Aussage eher fraglich: "Im Moment sieht es schlecht aus, aber man soll die Hoffnung natürlich nicht aufgeben."

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