Trainer schaut vom Wohnzimmer auf Fußballplatz

Auf der Außenbahn

Das wäre doch was: Wenn man als Trainer bei eisigen Temperaturen aus der warmen Stube heraus coachen könnte - schön mit Kissen auf der Fensterbank. Wacker Obercastrops Trainer Andreas Köhler könnte das, schaut er doch vom heimischen Wohnzimmer auf einen Fußballplatz. Dumm nur: Vorm Fenster kicken nicht die Spieler seines Klubs.

CASTROP-RAUXEL

, 18.01.2016, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für Wacker-Trainer Andreas Köhler gibt es ein Wiedersehen mit Datteln.

Für Wacker-Trainer Andreas Köhler gibt es ein Wiedersehen mit Datteln.

Michael Esser, Profi-Fußball-Torwart aus Castrop-Rauxel, gastierte am Sonntag mit seinem aktuellen Verein in Deutschland: Der österreichische Erstligist SK Sturm Graz traf im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion auf die TSG Hoffenheim (1. Bundesliga). Für Esser und seine Kollegen war es kein erfolgreicher Nachmittag - sie unterlagen den Kraichgauern mit 1:3 (0:2). Der Keeper wurde dabei unter anderem vom deutschen Nationalspieler Sebastian Rudy überwunden.

Christian Pöther, Bundesligaspieler des ABC Merklinde, konnte nicht wie üblich nach seiner siegreichen Partie mit dem Gegner noch fachsimpeln. Franzel Simon vom BC Neustadt/Orla hatte nämlich direkt nach Spielschluss seinen Koffer gepackt. Nicht weil er frustriert ob der Niederlage war, sondern um rechtzeitig seinen Zug ins ferne Schwerin zu bekommen. "Da kann man doch zu Fuß hingehen", ulkte ein Zuschauer. Doch dabei handelte es sich nicht um den Nachbar-Stadtteil "auf Schwerin", sondern um die viel weiter entlegene Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern.

Andreas Köhler, Fußballtrainer des Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop, konnte wie seine Mannschaft am Sonntag im warmen Heim bleiben. Das Testspiel seiner Elf bei Westfalia Wethmar in Lünen fiel einem vereisten Kunstrasen zum Opfer. Als der Coach das übermittelte, sagte er auch: "Aber bei Arminia Ickern wird gespielt." Das hatte Köhler live gesehen. Nicht, weil er vor Ort in der Glückauf-Kampfbahn war, sondern weil er aus seinem Wohnzimmer-Fenster das Treiben auf dem Ickerner Sportplatz verfolgen kann.

Heinz-Günter Hiller, Vorsitzender der Tischtennisspieler im Post SV, offenbarte jetzt, dass er wochentags aus beruflichen Gründen "in das Feindesland" fährt. Die Firma, bei der er arbeitet, ist nämlich in Gelsenkirchen beheimatet. Hiller selbst ist Fußball-Fan von Borussia Dortmund, und betont: "Ich muss nicht nur rein ins Feindesland, sondern auch wieder hinaus."lukas/JL/joy/mawit

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