Trainer schmeißt hin bei einem Liga-Rivalen des FC Frohlinde

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Nach Allerheiligen soll die Saison in der Fußball-Landesliga 3 weitergehen. Ein Trainer der 18 Mannschaften hat für sich entschieden: „Ohne mich!“

Frohlinde

, 29.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Spieltage sind absolviert in der Fußball-Landesliga 3. Mittlerweile hat sich die Spreu vom Weizen in der Tabelle getrennt und Trainer-Diskussionen werden geführt. Ein Coach hat Debatten vorgegriffen.

Trennung vom Trainer, aber kein Abschied

Bei der DJK Wattenscheid - Gegner des FC Frohlinde - hat Trainer Manfred Behrendt die Brocken hingeschmissen, bleibt aber Coach der A-Junioren der Bochumer. Der 70-Jährige war bei der DJK seit November 2019 für das Landesliga-Herren-Team verantwortlich.

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Aktuell soll es aber zwischen Trainer und Spielern angeblich Dispute und Unstimmigkeiten über das Spielsystem gegeben haben. Daraufhin zog Behrendt für sich einen Schlussstrich. „Ich möchte als Trainer Spaß an der Arbeit haben. Wahrscheinlich wäre es aber in der nächsten Zeit zu Spannungen und Misstönen bekommen. Das wäre jedoch sicher weder in meinem Sinne noch im Sinne der Mannschaft.“, erklärte Behrendt gegenüber „Der Westen“.

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Der spielende Co-Trainer Paul Helfer ist einer von drei Kandidaten als Behrendt-Nachfolger – und wohl auch der Favorit der Mannschaft. Da Wattenscheids Spiel gegen den SuS Kaiserau abgesetzt wurde, steht der Vorstand nicht unter Zeitdruck. Erst am 8. November spielt die DJK wieder um Punkte – pikanterweise dann beim FC Frohlinde – so Corona die Saison bis dahin nicht vollends gestoppt haben sollte.

Behrendt bestritt 295 Spiele in der 2. Bundesliga

Manfred Behrendt kann als Aktiver auf eine Profi-Laufbahn zurückblicken: 1971 stand er bei der SG Wattenscheid 09 im Tor, mit der er sich 1974 für die neugeschaffene 2. Fußball-Bundesliga qualifizierte. Zur Saison 1976/77 wechselte er für ein Jahr zu Göttingen 05 und kehrte danach zur SG 09 zurück. Bis 1984 hütete er das Tor bei der SG Wattenscheid 09, bei der er dann seine Laufbahn beendete. Im Jahr 1978 gehörte Behrendt zum Team der deutschen Amateur-Nationalmannschaft, für die er vier Spiele absolvierte.

Seine größten Erfolge waren der Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft 1974 und die Spiele im DFB-Pokal 1973/74, bei der man erst im Halbfinale gegen den Hamburger SV unterlag. Behrendt absolvierte insgesamt 295 Zweitligaspiele für die SG Wattenscheid und Göttingen 05.

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In der Saison 2005/06 wurde er Torwarttrainer der Lizenzmannschaft von RW Oberhausen. Seit Anfang 2006 bis Sommer 2011 war Behrendt Co-Trainer hinter Hans-Günter Bruns und übernahm später die Doppelfunktion als Co-Trainer und Torwarttrainer. Bei der SG Wattenscheid 09 wurde er von Fans zur „Jahrhundert Legende“ gewählt.

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