Trainer freut sich über Strahler-Wechsel nach Erkenschwick

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Justin Strahler überzeugt in seiner ersten Senioren-Saison bei der Spvg Schwerin. Er eine Herausforderung suchen. Trainer Dennis Hasecke freut sich darüber, meint aber: „Das kommt zu früh.“

Schwerin

, 16.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verabschiedet sich Justin Strahler mit einem Derbysieg vom Fußball-Bezirksligisten Spvg Schwerin? Das ist gut möglich. Der 2:0-Erfolg gegen die SG Castrop am 8. März war das letzte Ligaspiel der Elf vom Grafweg vor der Saison-Unterbrechung aufgrund der Corona-Krise.

Ob die Saison weitergeführt werden kann, weiß derzeit niemand. Was aber klar ist: Strahler wird Schwerin im Sommer verlassen. Ihn zieht es zur Spvg Erkenschwick in die Westfalenliga. Im unglücklichsten Szenario wäre die SG-Partie also sein letzter Auftritt im blau-gelben Dress gewesen.

Der 19-Jährige hat viel vor. Er absolvierte in dieser Saison sein erstes Jahr bei den Senioren - und kam prompt in allen Partien zum Einsatz, erzielte dabei sechs Treffer selbst und bereitete einige weitere vor.

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Nun ist seine Zeit auf dem Berg, die als C-Junior begann, vorbei. Bezirksliga-Aufstieg mit der A-Jugend, das Kapitäns-Amt, und einen Stammplatz in der Herren-Bezirksliga hat er seitdem miterlebt. Warum gibt er das auf? „Ich habe bei Erkenschwick die Herausforderung gesehen, als Spieler und Person zu reifen", begründet Strahler im Gespräch mit dieser Redaktion den Wechsel.

Erfolgreiches Probetraining beim Westfalenligisten

Den ersten Kontakt gab es zum Westfalenligisten Anfang des Jahres. Es folgte ein erfolgreiches Probetraining. Die Corona-Pause hatten Strahler und die Erkenschwicker Vereinsführung genutzt, um die letzten Details der Verpflichtung zu klären.

Einen Rat hatte er sich vorher unter anderem bei seinem Ex-Coach Zouhair Allali eingeholt. Der betreute einst Erkenschwick und war bis Sommer 2019 Strahlers A-Jugend-Trainer auf Schwerin. „Das Probetraining lief sehr gut und ich habe gemerkt, dass der Unterschied dort zur Bezirksliga gar nicht so groß war", so der Nachwuchsmann.

Dennis Hasecke (r.), Trainer der Spvg Schwerin, zweifelt daran, ob der Wechsel von Justin Strahler zum Westfalenligisten Erkenschwick der richtige Schritt ist.

Dennis Hasecke (r.), Trainer der Spvg Schwerin, zweifelt daran, ob der Wechsel von Justin Strahler zum Westfalenligisten Erkenschwick der richtige Schritt ist. © Hermann Klingsieck

Schwerin-Trainer Dennis Hasecke glaubt wiederum, dass der Wechsel für seinen Spieler recht früh kommt. „Er muss erst noch lernen und reifen", sagt Hasecke, „ich freue mich für ihn, wenn er diese Chance bekommt. Das macht uns als ausbildenden Verein auch stolz.“ Strahler will die Chance bereits in diesem Sommer nutzen und gibt sich selbstbewusst: „Es gehört dazu, dass man sich erst mal hinten anstellt. Ich bin aber überzeugt, dass ich mich bei Erkenschwick durchsetzen werde. Sonst hätte ich mich nicht für diesen Wechsel entschieden."

Strahler blickt positiv zurück

Im Dezember wird Strahler 20 Jahre alt. Ihm ist bewusst, dass er - sollte der Sprung doch zu groß sein - noch immer einen anderen Weg einschlagen kann. „Daran verschwende ich aber jetzt keinen Gedanken", sagt er.

Zeit hat er jedoch für ein Fazit. „Mit Dennis Hasecke und Marco Taschke hatte ich eine sehr schöne Zeit. Sie haben mir viel mitgegeben", erinnert sich Strahler. Auch in Erkenschwick wird es für ihn noch einiges zu lernen geben.

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