Trainer von Victoria Habinghorst hat eine Castrop-Rauxeler Fußball-Größe als Neuzugang gewonnen

mlzFußball-Kreisliga A

Corona-bedingt kamen die Fußballer von Victoria Habinghorst an den ersten acht Kreisliga-A-Spieltag erst viermal zum Einsatz. Ihr Trainer hat für sein Projekt „Klassenverbleib“ einen Routinier verpflichtet.

Castrop-Rauxel

, 10.11.2020, 05:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Tabelle der Fußball-Kreisliga A ist der Aufsteiger Victoria Habinghorst mit vier Punkten auf dem Konto Viertletzter. Mit nur einem Zähler Vorsprung auf die beiden Abstiegsplätze. Man muss aber auch erwähnen: Während der Vorletzte SF Wanne II bereits sieben Partien bestritten hat, stehen bei den Victorianern erst vier Begegnung zu Buche. Mit einem Sieg, einem Remis und zwei Niederlagen.

Habinghorster Neuzugang ein „wichtiger Baustein“

Victoria-Trainer Danny Jordan hatte bereits vor dem Saisonbeginn Anfang September den Klassenverbleib als das realistische Ziel für sein Team ausgegeben. Der Coach hat durch einen Neuzugang nach eigener Aussage „einen wichtigen Baustein“ für seine Mannschaft gefunden. Um bestehen zu können, sobald die Liga wieder startet.

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René Wysk, der vor einer schweren Knieverletzung mit Kreuzband- und Meniskusriss ein Leistungsträger beim SV Wacker Obercastrop II (Kreisliga B) war, hat sich dem Verein vom Gänsebusch angeschlossen. Da er in den vergangenen zwei Jahren kein Spiel bestritten hat, wird keine Ablösesumme fällig. Jordan hatte über seine privaten Kontakte zu René Wysk diesen mobilisiert - und erklärt: „Aufgrund der Erfahrung, Übersicht und der kämpferischen Einstellung passt René perfekt zu uns. Er ist ein Spieler, der unseren jungen Leuten viel mitgeben kann.“ Wysk soll zentrale Rolle im Mittelfeld bekleiden.

René Wysk (l.) trug bis zu seiner Knieverletzung vor zwei Jahren das Trikot des SV Wacker Obercastrop.

René Wysk (l.) trug bis zu seiner Knieverletzung vor zwei Jahren das Trikot des SV Wacker Obercastrop. © Jens Lukas

Anfang November ist René Wysk 37 Jahre alt geworden. In seiner bisherigen Laufbahn hat er noch nicht viele Vereinswechsel vollzogen. Von Wacker Obercastrop war zur SG Castrop, danach zum VfB Habinghorst und wieder zum SV Wacker gegangen. Wysk erklärt: „Ich war jetzt offen für etwas Neues. Danny hat sich echt toll um mich bemüht. Er suchte einen erfahrenen Spieler, der auch einmal das Wort auf dem Platz ergreift.“

Starker Muskelkater nach dem ersten Training

Er habe es wirklich sehr vermisst, vor den Ball zu treten, betont René Wysk. Bei seinem Comeback beim Victoria-Training machte er allerdings eine schmerzliche Erfahrung. Der Obercastroper berichtet: „Ich wollte da in keiner Situation gegen die jungen Burschen zurückstecken. Das habe ich dann mit einem mächtigen Muskelkater bezahlt. Da merkt man, dass Fußball ganz andere Bewegungen abverlangt als ein tägliches Lauftraining.“

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Bei der Victoria ist Wysk nicht unter Fremden. Er kennt zum Beispiel bereits Cedric Knauer, der mit ihm zusammen bei der Herner Feuerwehr arbeitet. Eigentlich hätte René Wysk im Oktober hätte schon seine ersten Kreisliga-A-Einsätze für Habinghorst fahren können. Das scheiterte allerdings daran, dass die Victoria-Partien wegen Corona-Verdachtsfällen im eigenen Kader oder beim Gegner ausfielen.

Wacker Obercastrop fragte bei René Wysk nach

René Wysk hätte auch vor der eigenen Haustür in Obercastrop wieder in den Fußball einsteigen können. Andre Pape, neuer Wacker-Spielertrainer neben Coach Christian Heyn, hatte mit dem 37-Jährigen angesprochen. Wysk sagt dazu: „Ich war durchaus nicht abgeneigt, wollte aber etwas Neues ausprobieren.“

Victoria-Trainer Danny Jordan spricht aktuell von keinem weiteren Neuzugang für seinen Kader - und berichtet zudem: „Bislang weiß ich von keinem Spieler, der uns im Winter verlassen möchte. Ich hoffe, dass das so bleibt.“

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