Trübe Stimmung herrscht bei einem Fußball-Landesligisten trotz Nicht-Abstieg

Fußball-Landesliga

Die Corona-Abbruch-Saison 2019/20 wird ohne Absteiger gewertet. Einige Vereine mag das freuen. Bei einem Gelsenkirchener Club herrscht trotz der Erlösung aber schlechte Stimmung.

Castrop-Rauxel

, 17.05.2020, 08:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fans von Viktoria Resse haben stets ein großes Banner bei den Spielen ihres Teams dabei.

Die Fans von Viktoria Resse haben stets ein großes Banner bei den Spielen ihres Teams dabei. © Volker Engel

Wie schnell die Freude über einen Nichtabstieg am Grünen Tisch durch den Saison-Abbruch wegen der Corona-Pandemie getrübt werden kann, zeigt sich bei Viktoria Resse. Die Gelsenkirchener Fußballer spielen mit dem SV Wacker Obercastrop und FC Frohlinde in der Landesliga 3 und standen auf einem Abstiegsplatz. Das Corona-Virus mit dem Saison-Abbruch ohne Absteiger durch den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) war für sie die Rettung.

Keine Freude zum Jubiläum

Diesem Sieg folgte nur kurze Freude beim Verein vom Gelsenkirchener Emscherbruch. Im Jahr des 45-jährigen Bestehens haben sich trotz des Nichtabstiegs aus der Landesliga nämlich fast alle Spieler anderweitig orientiert. Vom aktuellen Kader bleiben den Viktorianern nur vier Mann erhalten: Timurcin Güzel und Mikail Birbir (kamen zu Beginn der Saison) sowie die Winterzugänge Halil Kilicalp und Philipp Winkler. Das restliche Personal hat sich verabschiedet.

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„Bei uns hat eine Gruppendynamik eingesetzt“, sagte jüngst Resse-Geschäftsführer Peter Colmsee gegenüber der WAZ. Er könne sich aber keinen Reim daraus machen, warum es zu einer in dieser Form noch nie dagewesenen Fluktuation kommen konnte. Die Abgänge der Stammspieler Sven Jubt (wechselt zu Landesligist Spvg Horsthausen), Mike Neumann und Mirko Blaschek treffen den Resser Nerv besonders.

In Tobias Leufke, Lukas Tomanek, Marc Svenßon und Moritz Eckstein wechseln weitere vier Spieler zu Bezirksligist SC Hassel, was Peter Colmsee laut „Der Westen“ besonders sauer aufstößt: „Hassels Trainer Tim Kochanetzki hat wohl fast jeden unserer Spieler angerufen - ich finde ein solches Verhalten des SC Hassel nicht gut.“

Nur zwei renomierte Neuzugänge

Der neue Resser Trainer Frank Kandsorra hätte ohnehin keine leichte Aufgabe angetreten bei Viktoria Resse, mit dem Aufbau eines fast komplett neuen Kaders kommt indes eine noch größere Herausforderung auf ihn zu. Unter den bisherigen Zugängen sind Kevin Englich und Robin Albrecht (beide vom Bezirksligisten VfB Hüls) die bekanntesten Namen.

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