TuS Ickern fehlt gegen Lünen die Kraft

Handball

CASTROP-RAUXEL Dass sich die Handballer des TuS Ickern (11.) in der Landesliga-Begegnung beim Lüner SV (2.) mit 29:35 (14:16) geschlagen geben mussten, hatte eine Handvoll Gründe. Die wichtigsten: Zeitstrafen und Grippeviren.

von Von Florian Kopshoff

, 04.10.2009, 21:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Björn Böcking (blaues Trikot) schied in der zweiten Halbzeit nach seiner dritten Zeitstrafe aus.

Björn Böcking (blaues Trikot) schied in der zweiten Halbzeit nach seiner dritten Zeitstrafe aus.

"Die Schiedsrichter wollten es auf dem Feld wohl etwas übersichtlicher haben", vermutete TuS-Coach Stephan Pade nach der Partie. Ickern hatte nach "verschlafenem Start" (Pade) mit zwischenzeitlichen Rückständen von 1:5 und 2:8 fast durchgängig in Unterzahl gespielt. Phasenweise standen drei Ickerner Akteure sechs Spielern des Gastgebers gegenüber. "Da haben wir dann aber Charakter gezeigt", machte Pade einen positiven Aspekt des dritten Spieltages aus.Plötzliche WendeTop-Scorer Nils Rodammer (9 Treffer) und Kollegen kämpften sich trotz massiver Unterzahl zum gegnerischen Gehäuse vor und bis zur Halbzeit auf 14:16 wieder in Schlagdistanz.

Nach der Pause sah es dann zunächst so aus, als gelänge dem TuS sogar die Wende: In der 36. Minute führte Ickern plötzlich mit 19:17. Doch dann musste das Pade-Team den Unterzahl-Anstrengungen und den vorangegangenen Grippe-Tagen (Pade: "Ich glaube, ich habe keinen Spieler im Team, der in den vergangenen zwei Wochen nicht einmal krank war") Tribut zollen. Wuttke verhindert Schlimmeres Obendrein schwanden die Wechsel-Alternativen: Ickerns Patrick Neumann durfte den Platz nach seiner dritten Zeitstrafe bereits im ersten Durchgang nicht mehr betreten. Auch für Björn Böcking war das Spiel nach der dritten Zeitstrafe beendet. Carsten Böcking war, mit zwei Strafen vorbelastet, praktisch nicht mehr einwechselbar. Matthias Kunze, wegen einer Schulterverletzung knapp acht Wochen nicht am Ball, musste nahezu das gesamte Spiel absolvieren. Keine günstigen Voraussetzungen.

André Wuttke im Ickerner Tor, ebenfalls grippegeschwächt, verhinderte noch das Schlimmste. Doch die Niederlage konnte auch der Zerberus nicht mehr abwenden.

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