TuS Ickern: Julia Avdeeva gewinnt mehrere Matches bei French Open Juniors

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Tennisspielerin Julia Avdeeva vom TuS Ickern war erstmals bei einem Grand Slam-Turnier am Ball. Bei den French Open Juniors verbuchte sie zwei Siege, bevor sie im dritten Match unterlag.

Paris/Ickern

, 12.10.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit zwei Siegen debütierte Tennisspielerin Julia Avdeeva (TuS Ickern) bei den French Open Juniors in Paris. Für die 18-Jährige war es die erste Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier. Dabei verpasste sie den Einzug ins Viertelfinale. In Runde drei unterlag sie der Französin Oceane Babel mit 6:4, 2:6 und 3:6.

„Über die Niederlage habe ich mich sehr geärgert, das war eine gute Chance aufs Viertelfinale“, sagt Julia Avdeeva gegenüber dieser Redaktion, „ich habe im ersten Satz gut gespielt, doch zu Beginn des zweiten Satzes habe ich meine Chancen vergeben. Mein Gegnerin hat angefangen, viel besser zu spielen. Nach zwei schwierigen Matches war ich sehr müde und habe meinem Fokus verloren.“

Zum Auftakt hatte die 18-Jährige vom Kattenstätter Busch Guillermina Grant (Uruguay) mit 4:6, 6:4 und 6:3 besiegt. In Runde zwei war sie mit 6:4, 1:6 und 6:3 gegen Linda Fruhvirtova (Tschechien) erfolgreich.

In Runde zwei hatte sich Julia Avdeeva nicht viel ausgerechnet, aber besiegte Linda Fruhvirtova mit 6:4, 1:6 und 6:3.

In Runde zwei hatte sich Julia Avdeeva nicht viel ausgerechnet, aber besiegte Linda Fruhvirtova mit 6:4, 1:6 und 6:3. © Eurosport

„Vor dem zweiten Match war ich nicht besonders zuversichtlich, da ich beim letzten Aufeinandertreffen gegen meine Gegnerin verloren habe“, schildert Julia Avdeeva. Daniela Azadi, die beim TuS Ickern die Social-Media-Kanäle managt, hat die Partie auf Eurosport verfolgt und erklärt: „Die Gegnerin hat versucht, das Spiel verbal zu dominieren und immer wieder Fehler von Julia kommentiert. Julia ist da hingegen zurückhaltend.“ Das erwies sich als die bessere Strategie. „Ich habe aggressives Tennis gespielt und bin sehr glücklich, gewonnen zu haben“, so Julia Avdeeva.

Julia Avdeeva (rechts) absolvierte 2019 für die Westfalenliga-Damen des TuS Ickern je sechs Einzel und Doppel. Mit Anne Zorn (v.l.n.r.), Laura Hnat , Lisa Matschke, Paula Rumpf und Svetlana Iansitova landete sie auf Platz drei Abschlusstabelle.

Julia Avdeeva (rechts) absolvierte 2019 für die Westfalenliga-Damen des TuS Ickern je sechs Einzel und Doppel. Mit Anne Zorn (v.l.n.r.), Laura Hnat , Lisa Matschke, Paula Rumpf und Svetlana Iansitova landete sie auf Platz drei Abschlusstabelle. © Volker Engel

Das erste Mal bei einem Grand Slam anzutreten, geht natürlich nicht spurlos an einer 18-jährigen Sportlerin vorbei. Nach dem aufregendsten Moment in Paris befragt, gibt sie zu Protokoll: „Wenn man zum ersten Mal an den Tennisplätzen ankommt, dort herrscht eine ganz andere Atmosphäre, wenn man die Profis trainieren und spielen sieht. Und wenn man gewinnt, ist das natürlich ein sehr geschätzter Moment.“

Gleichzeitig ist Paris aber auch ein Corona-Hotspot, was sich auch auf die French Open Juniors auswirkte. „Wir durften das Hotel nicht verlassen und mussten einen Covid-Test machen“, sagt Julia Avdeeva.

2019 war sie erfolgreich mit TuS Ickerns Westfalenliga-Damen am Ball, gewann damals fünf von sechs Einzel. „Das war cool“, so Julia Avdeeva, „zukünftig würde ich gerne weitere Team-Spiele machen, aber schauen wir mal was passiert, denn ich möchte auch an einer Vielzahl professioneller Turniere teilnehmen.“

Bei TuS Ickerns Westfalenliga-Damen schlug Julia Avdeeva 2019 an Position zwei auf. Fünf von sechs Einzeln entschied sie in der Sommersaison für sich. Ebenso sah ihre Bilanz im Doppel aus.

Bei TuS Ickerns Westfalenliga-Damen schlug Julia Avdeeva 2019 an Position zwei auf. Fünf von sechs Einzeln entschied sie in der Sommersaison für sich. Ebenso sah ihre Bilanz im Doppel aus. © Volker Engel

Die junge Tennisspielerin stammt aus dem sibirischen Tomsk (Russland), ihre Familie lebt in St. Petersburg. Vor zwei Jahren kam sie nach Deutschland. 2019 schloss sie sich dem TuS Ickern an. Dort ist Julia Avdeeva die erste Teilnehmerin bei einem Grand-Slam-Turnier, zumindest was dieses Jahrtausend angeht. „Es gab auch andere Spielerinnen, die bei einem Grand-Slam hätten antreten können“, sagt TuS-Geschäftsführer Heiko Sobbe, „beispielsweise Anne Zorn nach ihrem Gewinn der Deutschen U14-Meisterschaft, aber man muss auch den großen Aufwand bedenken, den eine solche Turnierteilnahme mit sich bringt.“

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