Tennis-Damen des TC Castrop 06 verbinden Sport mit Kultur und Sightseeing

Urban Trail

Vier Tennisspielerinnen des TC Castrop 06 machten sich am Sonntag auf den Weg, um Bochum im Lauftempo zu erkunden. Dabei trafen sie einen Fußballer und sammelten Anregungen.

von Dieter Duewel

Castrop-Rauxel

, 02.07.2019, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tennis-Damen des TC Castrop 06 verbinden Sport mit Kultur und Sightseeing

Vier Damen des TC Castrop 06 nahmen am Urban Trail teil - Susanne Leineweber-Günther, Susanne Habke, Bettina Müller-Roden und Susanne Düwel. © Dieter Düwel

Die Sehenswürdigkeiten und die Kultur einer Stadt laufend erkunden – das hatten sich Susanne Düwel, Susanne Leineweber-Günther, Susanne Habke und Bettina Müller-Roden aus den Damen-40- und 50-Mannschaften des TC BW Castrop 06 vorgenommen.

Gelegenheit dazu bot sich beim „Bochum Urban Trail“, ein Laufevent, das die sportliche Aktivität mit Kultur und Sightseeing verbindet. Statt Leistungs- und Zeitdruck stand der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Zusammen mit rund 3000 Teilnehmern machten sich die vier Tennisspielerinnen trotz schweißtreibender Temperaturen am Sonntagmorgen auf den 10-Kilometer-Parcours quer durch die Bochumer Innenstadt.

Die erste Teilnahme am Urban Trail in Bochum

Gekühlte Getränke und frische Duschen aus Wasserschläuchen am Wegesrand sorgten für erträgliche Bedingungen. „Außerdem profitierten wir von unserer Grundfitness, die wir vom Tennisspielen haben. Angenehm waren auch die Pausen an den Stationen, wo man sich körperlich erholen konnte“, sagte Susanne Leineweber-Günther.

Die Idee zur Teilnahme an dem Lauferlebnis hatte Susanne Düwel, die in der Stadtverwaltung Bochum arbeitet und schon mehrfach von dem Urban Trail gehört hatte: „Ich kenne viele Bochumer, die in den vergangenen Jahren teilgenommen haben und begeistert davon berichteten. Bisher standen unsere Mannschaftsspiele immer im Weg, aber in diesem Jahr hat es geklappt.“

Mannschaftskollegin verletzte sich beim Einzel

Allerdings gab es einen kleinen Wermutstropfen: „Leider hatte sich unsere Mannschaftskollegin Simone Mann-Jansen in ihrem letzten Einzel so stark verletzt, dass sie am Sonntag nicht mitlaufen konnte“, bedauerte Susanne Düwel. Kurzfristig sprang daraufhin Susanne Habke aus der Damen-50-Mannschaft des TC 06 ein, die dank ihrer Schrittzähler-App die genaue Länge des Trails ermittelte: „Ich habe genau 16.029 Schritte gemacht, daher dürfte die Gesamtlänge über 10 Kilometer gelegen haben.“

Die Schritte führten die Läuferinnen zu 19 Stationen in der Bochumer City. Gelaufen wurde quer durch sehenswerte Gebäude, versteckte Hinterhöfe sowie beliebte Plätze und Szeneviertel.

Welche Stationen waren besonders eindrucksvoll? „Auf jeden Fall das Starlight-Express-Gebäude, wo wir durch das angenehm kühle Theater gelaufen sind“, so Bettina Müller-Roden. Danach ging es weiter zum Ruhrstadion. Eine Stadionrunde war Pflicht, allerdings konnten die Castroper Läuferinnen die Trainerbänke zum Verschnaufen nutzen. Beim Verlassen des Stadions gab es einen kurzen Plausch mit Manuel Riemann, Torwart des VfL Bochum, der ein ebenfalls schweißtreibendes Training absolvierte.

Tennis-Damen des TC Castrop 06 verbinden Sport mit Kultur und Sightseeing

Geschafft! Die vier Tennisspielerinnen beim Zieleinlauf des Urban Trails. © Dieter Düwel

Beeindruckt waren die TC-06-Spielerinnen von den weiteren Stationen, wie zum Beispiel der Probstei-Kirche, die sie während eines Gottesdienstes im entschleunigten Tempo durchliefen oder dem Kunstmuseum, wo die Ausstellung mit dem Thema „Zuhause“ zu einer kurzen Pause einlud.

Dagegen ging es im Bermuda-Dreieck lebhafter zu: im ‚Mandragora‘, der ältesten Kneipe im Bochumer Szene-Viertel, gab es Live-Musik, das ‚Three Sixty‘ sorgte mit alkoholfreiem Radler für gute Laune und einen nötigen Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts bei den Läuferinnen.

Begrüßung durch den Trainer des FC Frohlinde

Nach einer Laufzeit von zwei Stunden und 20 Minuten erreichten die TC-06-Damen das Ziel, wo VfL-Stadionsprecher und FC Frohlinde-Coach Michael Wurst alle Trail-Teilnehmer begrüßte. „Es war eine tolle Erfahrung! Da die Laufzeit nicht gemessen wurde, konnten wir getrost auch mal stehen bleiben, um den Ausblick zu genießen oder Fotos zu machen,“ zeigte sich Bettina Müller-Roden total begeistert.

Die vier Läuferinnen können sich durchaus eine ähnliche Veranstaltung in Castrop-Rauxel vorstellen. „Es gibt genug interessante Orte in unserer Stadt, die für Stationen eines Urban Trails in Frage kommen könnten“, wirft Susanne Habke einen Blick in die Zukunft. „Auf jeden Fall sollte unser schöner Tennisklub in Altstadtnähe dazu gehören!“

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