„Video-Beweis“ bringt beim Rauxeler Korfballspiel Klärung

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In der Korfball-Regionalliga wurde um den Spielstand gestritten. Ein Trainer musste wegen einer Auszeichnung daheim umräumen. Diese und weitere Anekdoten in unserer Serie „Leute im Sport“.

Castrop-Rauxel

, 20.01.2020, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sandra Schlachzig, Korfball-Schiedsrichterin vom KC Grün-Weiß, musste während des Regionalliga-Topspiels zwischen dem KV Adler Rauxel und dem TuS Schildgen (25:22) zwischenzeitlich die Anzeigetafel korrigieren lassen. Dort stand ein 19:15 für Rauxel, das die Schildgener anmahnten. Denn es stand tatsächlich „nur“ 18:15 (wie es auch der Reporter dieser Zeitung im Block stehen hatte). Referee Sandra Schlachzig holte sich Gewissheit bei der Adler-Bank, in dem sie sich das Rauxeler Spielprotokoll geben ließ. Dort endete die Liste wahrheitsgemäß bei 18:15 - und galt dadurch als quasi als Video-Beweis.


Adler-Trainer Patrick Fernow

Adler-Trainer Patrick Fernow © Jens Lukas

Patrick Fernow, Korfball-Trainer der deutschen U21-Nationalmannschaft und des Regionalligisten KV Adler Rauxel, hatte vor einer Woche ein Problem in den eigenen vier Wänden. Denn er bekam beim Jahresempfang des Westfälischen Turnerbundes (WTB) überraschend eine Auszeichnung: Fernow ist zum „WTB-Trainer des Jahres 2019“ gekürt worden. Als Trophäe bekam er dafür eine große Glas-Skulptur. Der Rauxeler sagte dazu: „Um den Pokal zu platzieren, musste ich daheim die Vitrine umräumen.“


Pascal Eiba

Pascal Eiba © Volker Engel

Pascal Eiba, Fußballtorwart neben der Nummer Eins Daniel Schultz beim FC Frohlinde, hatte im Testspiel gegen den HSV Herbede einen großen Auftritt. Allerdings erst in der zweiten Halbzeit – und zwar dort, wo sich ein Torhüter selten aufhält: vor dem gegnerischen Gehäuse. Nach der Pause ging nämlich der zuletzt an einem Meniskus-Einriss laborierende Stammkeeper Schultz ins Tor. Eiba kam in den Genuss, nach einer Halbzeit zwischen den Stangen eine Viertelstunde vor Schluss noch in den Sturm beordert zu werden. Nachdem Lukas Kothe und Chris Matuszak Pfosten und Latte trafen, netzte Eiba in perfekter Mittelstürmer-Manier mit einem Kopfball ein.


Gerd Haumann

Gerd Haumann © Volker Engel

Gerd Haumann, Vorsitzender des ABC Merklinde, ist normalerweise bei jedem Ligaspiel seiner Mannschaften vor Ort im Bürgerzentrum an der Johannesstraße. Nur vor Wochen fehlte der ABC-Chef wegen eines Krankenhaus-Aufenthaltes und einer Operation. In den vergangenen Tagen war Haumann indes wieder da und hatte auch schon einige Spiele selbst absolviert. Doch jetzt am Samstag fehlte er, obwohl ja der schwedische Profi Torbjörn Blomdahl mit dabei war. Ein gesundheitlicher Rückschlag? Nein. Haumann kam später und klärte auf: „Ich war bei Holiday On Ice in der Westfalenhalle.“


Wolfgang Baumann

Wolfgang Baumann © Jens Lukas

Wolfgang Baumann, Fußball-Funktionär des FC Frohlinde und im Kreis Herne/Castrop-Rauxel aktiv, hatte die erste Halbzeit beim Testspiel der FCF-Landesliga-Mannschaft gegen den SV Herbede (4:1) verpasst. Der Frohlinder war einer der 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die vom Fußballkreis zu einem Event ins Bochumer Varieté „et cetera“ eingeladen wurden. Es begann morgens um 10 Uhr mit einem Brunch und es folgte eine artistische Show der Extraklasse. Baumann war ganz begeistert von den „biegsamen“ Artisten. Als ihm ein Zettel auf den Boden fiel, bückte sich der zuletzt 70 Jahre alt gewordene FCF-Pressewart so schnell, als hätte er sich von den Artisten animieren lassen.


Dirk Wörmer

Dirk Wörmer © Archiv

Dirk Wörmer, Billardspieler des ABC Merklinde in der 2. Dreiband-Bundesliga, unterstrich beim Spiel gegen BCC Witten wieder, wie wohl er sich in Castrop-Rauxel fühlt. Der Bauunternehmer aus Stadtlohn empfindet es, so wie es im ABC-Umfeld läuft, genau passend: „In der ersten Liga will ich gar nicht spielen, da reist du nach München oder Stuttgart zu den internationalen Stars, die nur Salatplatten verspeisen und Sprudelwasser trinken. Da fehlt mir der Spaß-Charakter und die Gemütlichkeit.“ Und: Wörmer zeigte dem Reporter spontan ein Handy-Video, das die niederländische Weltmeisterin Therese Klompenhouwer vom SCB Langendamm nach dem Spiel singend an der Theke in Merklinde zeigte.

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