Viele Baustellen, nur ein Tisch und freie Parkplatzwahl

"Auf der Außenbahn"

CASTROP-RAUXEL Ein Vorsitzender eines Fußballvereines, der sich um viele Baustellen kümmern muss. Ein Vereins-Sprecher, der sich ärgert, wenn alle an einem Tisch versammelt sind. Und ein Co-Trainer, der über freie Platzwahl beim Parken nicht glücklich ist. Diese drei "Leute im Sport" sind heute unsere Hauptdarsteller in der Rubrik "Auf der Außenbahn".

von Von Florian Kopshoff und Jürgen Weiß

, 26.10.2009, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

, Neffe vom BG-Chef Horst-Dieter Reuter, hat es im Gegensatz zum Fußball mit drei Bällen gleichzeitig zu tun. Dieser Reuter-Spross hat sich, wie viele seiner Familienmitglieder auch, nicht dem Fußballsport, sondern der Billardsparte in Schwerin verschrieben. Nach seiner Wahl zum Pressesprecher der Billardfreunde Schwerin übermittelt er Woche für Woche die Ergebnisse in die Redaktion und hat auch immer gleich ein paar Kommentare parat. Diesmal musste er, wie auch die Schweriner Fußballer, eine Niederlage vermelden. Dabei hatte die dritte Mannschaft beim BC Dorsten eine 0:8-Klatsche einstecken müssen. Reuter: „Schon die Reise nach Dorsten ist unangenehm weit. Dazu verfügen die Münsterländer nur über einen Billardtisch, warum sich ein Turnier noch zähflüssig lang zieht.“ Eben wie auch die Hin- und Rückfahrt.

, Co-Trainer und Sportlicher Leiter des Bezirksligisten SuS Merklinde, hatte nach dem 4:1-Sieg seiner Equipe gegen den Kirchhörder SC am vergangenen Sonntag eine Erklärung für einen äußerst mageren Zuschauerzuspruch am Fuchsweg parat. „Das ist so, seit es am Sonntagnachmittag Bundesligaspiele gibt“, stellte der Merklinder fest. Problematisch sei dabei nicht nur das Einnahme-Problem durch ausfallende Eintrittsgelder, sondern auch der Umsatz-Rückgang bei Wurst- und Bierverkäufen. Ein deutliches Indiz für die rückläufigen Zuschauerzahlen spürten die rund 70 Interessierten, die sich am Sonntag am Fuchsweg versammelten, übrigens schon vor Betreten des Sportplatzes: Wenige Minuten vor dem Anstoß, fanden Besucher unmittelbar vor der Merklinder Haustür noch mühelos einen Parkplatz. Das hätte es früher nicht gegeben.

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