Von der Regional- bis in die Kreisliga - So läuft der Auf- und Abstieg

Fußball

Die Fußball-Saison 2010/11 geht in den Endspurt. Doch wie sehen die Ligen der Region in der kommenden Spielzeit aus? Wer kann aufsteigen, wer muss runter? Wir haben die kniffligen Verbandsregelungen analysiert und werfen schon einmal einen Blick auf die Staffel-Zusammensetzungen in der neuen Saison.

CASTROP-RAUXEL

18.04.2011, 15:33 Uhr / Lesedauer: 4 min
Von der Regional- bis in die Kreisliga - So läuft der Auf- und Abstieg

Auch hier ist der Aufstieg klar: Rot-Weiss Essen und Germania Windeck spielen künftig viertklassig. Entscheidender ist erneut der Tabellenkeller: Der 1. FC Kleve (Niederrhein) hat seine Mannschaft bereits zurückgezogen, die SpVgg Erkenschwick (Westfalen) und der FC Wegberg-Beeck (Mittelrhein) wollen in der kommenden Spielzeit keine Lizenz beantragen. Je nachdem, wie viele Regionalliga-Teams dazukommen, werden neben diesen drei Teams noch ein oder zwei Absteiger ermittelt. Die Kandidaten dafür sind noch Bergisch Gladbach 09, der VfB Homberg (beide Mittelrhein),Westfalia Rhynern, Westfalia Herne und der SV Schermbeck (alle Westfalen).

In jeder Staffel steigt der Meister auf, die letzten Vier müssen in die Landesliga. Neben Erkenschwick drohen noch maximal zwei weitere Absteiger aus der NRW-Liga. Damit die volle Teamzahl von 36 erreicht wird, rücken neben den Landesliga-Meistern weitere Teams aus der Landesliga nach.

Am vergangenen Spieltag hat sich der TuS Erndtebrück ein wichtiges Polster auf die Verfolger erarbeitet. Völlig offen ist der Abstiegskampf - hier mischen der Hombrucher SV, der SC Hassel, Westfalia Wickede, der SV Herbede, Borussia Dröschede und der BV Brambauer-Lünen mit.

Die Meister der fünf Staffeln steigen automatisch auf. Je nachdem, wie viele westfälische Teams aus der NRW-Liga absteigen, können sich noch zwei bis vier Vizemeister über eine Relegation für die Westfalenliga qualifizieren. Nach aktuellem Stand wären es drei Klubs.

Der FSV Werdohl hat an der Spitze einen komfortablen Vorsprung. Auf Platz zwei liegt der Hasper SV mit fünf Punkten Vorsprung auf das Trio SV Hohenlimburg, SG Hemer und TSV Weißtal. Fast sicher ist der Absteig des TuS Iserlohn, des TuS Plettenberg und des SV Schmallenberg/Fredeburg.

Auf Platz eins liegt der FC Brünninghausen, Wattenscheid 08 und der TuS Heven haben aber noch gute Chancen. Um den Klassenerhalt kämpfen der VfB Günnigfeld, die SG Herten-Langenbochum, der WSV Bochum, der VfB Habinghorst, SC Weitmar, SSV Buer und SW Eppendorf - alle Teams liegen nur fünf Punkte auseinander. Drei davon müssen aber absteigen.

Roland Beckum liegt hier sechs Punkte vor RW Mastholte. Für Davaria Davensberg ist aber auch noch der zweite Platz drin. So gut wie sicher muss der SVE Heessen in die Bezirksliga, dazu wird es zwei der drei Mannschaften VfB Marsberg, VfK Weddinghofen und TuS Sundern erwischen.

Nur wenn es lediglich einen westfälischen Absteiger aus der NRW-Liga gibt, könnte sich neben den Meistern noch einer der 15 Tabellenzweiten durch eine Relegation über den Aufstieg freuen. Dass es dazu kommt, ist aber äußerst unwahrscheinlich.

Die SpVg Holzwickede hat den Aufstieg fast sicher, der SV Brackel 06 hat ganze acht Punkte Rückstand. Auch die Absteiger stehen bereits fest: Es sind SuS Derne und der BSV Heeren.

An der Tabellenspitze liefern sich die SG Borken und Adler Buldern ein Duell - doch Union Lüdinghausen und SW Havixbeck lauern knapp dahinter auf Patzer des Top-Duos. Klarer ist es im Tabellenkeller - die SG Gronau, DJK Dülmen und SuS Legden müssen wohl zurück in die Kreisliga.

Der SV Höntrop hat fünf Punkte Vorsprung - Verfolger SV Wanne 11 hat aber noch zwei Nachholspiele vor der Brust. Ohne Chance im Abstiegskampf ist der TuS Kaltehardt. Die restlichen drei Absteigsplätze werden zwischen dem TuS Querenburg, Arminia Bochum, RW Leithe, Firtinaspor Wanne und Adler Riemke ausgemacht.

Hier liegt knapp der VfB Schwelm vorn - im Restprogramm hat aber Verfolger SC Hennen exzellente Karten. Den Gang in die Kreisliga tritt Hedefspor Hattingen an. Entweder Amacspor Dahlhausen, der TuS Hattingen oder Fichte Hagen werden folgen.

Um die Meisterschaft spielen der VfB Waltrop, die Spvg Schwerin sowie der Kirchhörder SC. Mit nur vier Punkten steigt TSK Herne sicher ab, ihm werden wohl der VfL Hörde und DJK SF Nette folgen. Lediglich der TuS Rahm muss sich noch leichte Abstiegssorgen machen.

Nur die Meister der A-Ligen steigen in die Bezirksliga auf.

Die Bochumer Kreisligen bekommen einige Verstärkung. Bis zu sechs Klubs, mindestens aber vier, steigen aus der Bezirksliga ab. Nach aktuellem Stand wären es fünf Teams. Das würde bedeuten, dass es aus den drei A-Liga-Staffeln sieben Absteiger geben würde. Die Aufstiegskandidaten zur Bezirksliga sind SC Weitmar 45 III/BV Hiltrop (Staffel 1), Sportfreunde Linden (Staffel 2) sowie SV Bommern/VfB Annen (Staffel 3).

Neben dem SuS Derne werden definitiv zwei weitere Mannschaften aus der Bezirksliga 15 absteigen. Das heißt, es gibt jeweils sechs Absteiger in die B-Ligen sowie Aufsteiger in die A-Ligen. Die Bezirksliga im Visier haben die SG Lütgendortmund (Staffel 1), die ÖSG Viktoria oder ASC Dortmund II (Staffel 2). In der Staffel 3 sind noch vier Teams im engen Rennen, selbst der SV Preußen Lünen auf Rang fünf hat noch eine theoretische Aufstiegschance.

Aus der Bezirksliga könnte höchstens Fichte absteigen. Wenn Fichte den Klassenerhalt schafft, steigen neben den A-Liga-Meistern auch die Zweiten auf. Wenn nicht, gibt es ein Entscheidungsspiel zwischen den Vizemeistern. Der SC Berchum/Garenfeld hat in Staffel 1 den Meistertitel so gut wie in der Tasche, Staffel 2 führt der Hiddinghauser FV an.

Hier kommt der TSK Herne aus der Bezirksliga hinunter, gefährdet ist noch Firtinaspor Wanne. Sollten die Wanner absteigen, müssten drei A-Ligisten in die B-Liga. Die Spvg Schwerin hat ihre Reserve bereits zurückgezogen, auch Victoria Habinghorst ist weit vom rettenden Ufer entfernt. Im Aufstiegsrennen zur Bezirksliga besitzt Arminia Sodingen die besten Chancen.

Hier sind keine Absteiger aus der Bezirksliga in Sicht. Damit steigen drei Teams aus den B-Ligen auf. Der SC Hennen II, derzeit Dritter, hat also noch Chancen auf ein Entscheidungsspiel gegen den Zweiten der Staffel Ost. Die A-Liga wird mit großem Vorsprung vom SSV Kalthof angeführt.

Auch hier wird es aller Voraussicht keine Absteiger aus der Bezirksliga geben. Daher wird nur der Letzte der Kreisliga A absteigen - derzeit müssen die Reserven von Fortuna Seppenrade, Union Lüdinghausen und SuS Olfen zittern. Meister wird wohl der Werner SC. Zwei Teams aus der Kreisliga B steigen auf - hinter Ascheberg II kämpfen GS Cappenberg und der PSV Bork II um den Vizetitel.

Hier wird es wohl die Bezirksligisten VfB Hüls II oder die Spvg Herten erwischen. Damit wird es höchstwahrscheinlich bei dem Abstieg der beiden letztplatzierten A-Ligisten bleiben. In der Staffel Ost entscheidet sich der Bezirksliga-Aufstieg zwischen dem SV Hochlar und Genclik Spor Recklinghausen, in der Staffel West führt der TuS Haltern II.

Der BSV Heeren und die Sportfreunde Bockum liegen auf Kreisliga-Kurs. Ihren Platz würden gerne der TuS Lohauserholz oder der TSC Hamm (Staffel 1) sowie TuRa Bergkamen oder der SuS Oberaden (Staffel 2) einnehmen.

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