Wacker ärgert sich über den Wintertrainingsplan

Fußball

CASTROP-RAUXEL Der Wintertrainingsplan, den das Sportamt der Stadt Castrop-Rauxel für die heimischen Fußballvereine erstellt hat, sorgt für Ärger - zumindest beim SV Wacker Obercastrop. Hintergrund des Ärgers ist in erster Linie die Belegung der Obercastroper Erin-Kampfbahn am Freitagabend.

von Von Jan Große-Geldermann

, 16.10.2009, 12:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stein des Anstoßes: Der Kunstrasen in der Erin-Kampfbahn.

Stein des Anstoßes: Der Kunstrasen in der Erin-Kampfbahn.

"Die Trainingsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt. Vorstand, Spieler und Mitglieder des Vereins sind über diese Situation recht ungehalten", heißt es in einer Mail des Vereins. Insbesondere die Bezirksliga-Mannschaft sei von dem "unglücklich gewählten Plan" betroffen.

Die Mannschaften von Wacker dürfen den Kunstrasen der Obercastroper Erin-Kampfbahn am Freitagabend nur bis 20 Uhr nutzen, anschließend trainiert der Landesligist VfB Habinghorst dort. "Unsere erste Mannschaft kann aber nicht schon um 18 Uhr mit dem Training beginnen, weil viele Spieler lange arbeiten müssen", sagt Wackers Geschäftsführer Theo Schürhoff. Die zweite Mannschaft (Kreisliga B) könne aus dem gleichen Grund nur mittwochs trainieren. Die Einheit am Freitag fällt aus.Situation ist verschärft worden

"Das ist eine höchst unglückliche Situation", sagt Schürhoff. Die Gespräche mit dem Sportamt blieben aber bislang aus Sicht von Wacker ohne Erfolg. Auch für den nächsten Vorstoß macht Wilfried Heyden, Bereichsleiter Sport und Bäder der Stadtverwaltung, dem Verein keine Hoffnung. "Wir sehen keinen Grund, den Plan zu ändern", sagte Heyden.

Insgesamt stehen den 16 Castrop-Rauxeler Vereinen im Winter sieben Plätze und die kleine Trainingsanlage beim TuS Henrichenburg zur Verfügung. Verschärft worden ist die Situation durch die Sanierung des Ascheplatzes von Eintracht Ickern an der Uferstraße, der damit in diesem Jahr nicht für das Training genutzt werden kann.

Trotzdem sei die bestehende Regelung fair, betonte Heyden. Die Trainingszeiten seien anhand eines Schlüssels erstellt worden, der die Anzahl der Mannschaften pro Verein und deren Spielklasse berücksichtigt. "Bis auf Wacker Obercastrop haben alle Vereine den Plan akzeptiert", sagte Heyden und nannte dabei explizit das Landesliga-Team des VfB Habinghorst, das sich mit zwei Trainingsabenden auf zwei unterschiedlichen Plätzen zufrieden gibt. Heyden: "Da darf sich der SV Wacker nicht beschweren."

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