Wacker Obercastrop empfing einen alten Bekannten in einem neuen Trikot

Fußball-Westfalenliga

Der SV Wacker Obercastrop hat am dritten Spieltag einen alten (Frohlinder) Bekannten als Gegner gehabt: Dieser hat beim SV Hohenlimburg in der Westfalenliga wohl sein neues Kicker-Glück gefunden hat.

Obercastrop

, 24.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Ex-Frohlinder Chris Matuszak (vorn) agierten für seinen neuen Verein SV Hohenlimburg genau vor den Augen der Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu (r) und Steffen Golob.

Der Ex-Frohlinder Chris Matuszak (vorn) agierten für seinen neuen Verein SV Hohenlimburg genau vor den Augen der Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu (r) und Steffen Golob. © Volker Engel

Für den früheren Fußballer des FC Frohlinde, Chris Matuszak, war das Spiel in der Westfalenliga beim SV Wacker Obercastrop quasi eine Reise in die Vergangenheit. Nur in einem anderen Trikot. Matuszak, der in der Erin-Kampfbahn schon so manches Derby mit Frohlinde gegen Wacker bestritt, kam jetzt als Spieler des SV Hohenlimburg zurück.

Besondere Begrüßung vom Stadionsprecher

Zu dem Verein aus Hagen war der Ex-Frohlinder vor dieser neuen Saison gewechselt. Wer das noch nicht wusste, der bekam das auf dem Platz gleich bei der Begrüßung von Stadionsprecher Martin Janicki mit. Bei der Mannschaftsaufstellung hieß der Wacker-Chef nämlich ausdrücklich Matuszak als „alten Catrop-Rauxeler“ willkommen.

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Und wie es die Art von „Mattu“ (so sein Spitzname) ist, machte er sich gleich in der ersten Minute auf sich aufmerksam. Gegenspieler Don Schreiber jedenfalls lag beim ersten Kontakt auf dem Boden. Der Obercastroper Trainer Aytac Uzunoglu hätte sofort gerufen: „Mattu, Du hast Dich nicht verändert,“ erzählte der neue Hohenlimburger einen Tag nach dem Spiel mit einem Lachen.

Chris Matuszak trug sieben Jahre lang das Trikot des FC Frohlinde. Wie hier bei der 1:3-Landesliga-Niederlage Anfang 2017 beim SV Horst-Emscher 08.

Chris Matuszak trug sieben Jahre lang das Trikot des FC Frohlinde. Wie hier bei der 1:3-Landesliga-Niederlage Anfang 2017 beim SV Horst-Emscher 08. © Jens Lukas

Der 27-Jährige muss in seiner neuen Umgebung auch um einen Startplatz kämpfen. Einmal wurde er ausgewechselt und am zweiten Spieltag von Trainer Michael Erzen später gebracht worden. In Obercastrop bekam er das Vertrauen für das ganz Spiel. Es war schon etwas ganz Neues, dass Matuszak nach insgesamt sieben Jahren im Trikot des FC Frohlinde nach der Corona-Pandemie veranlasste, den Verein zu wechseln.

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Er ließ seine ganzen Freunde zurück, mit denen er aufgewachsen ist. Ohne sie aus den Augen zu verlieren. Immerhin hat er die Chance, anstatt für den FCF in der Landesliga, in Hohenlimburg in der Westfalenliga spielen zu können. Mit den Frohlindern, wie Dietrich Liskunov, Alex Sube, Safa Obi, Nico Kaufmann, Daniel Schultz oder Paul Neese trifft er sich noch regelmäßig. Und auch der Frohlinder WhatsApp-Gruppe blieb er erhalten.

Zusammen mit Freund aus Brünninghauser Zeiten

Neue Freunde hat Matuszak auch in seiner neuen Heimat gefunden: „Ich bin ja ein geselliger Typ.“ Danile Labarile, der gegen Obercastrop im Angriff spielte, kannte er schon aus Zeiten, als er bei seinem einjährigen Gastspiel beim FC Brünninghausen die Westfalenliga kennenlernte. Der Fußball in der neuen Liga wäre viel schneller als in der Landesliga. Das „Umschaltspiel und die Taktik ist schon ganz anders“, erwähnte Matuszak.

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Aber wie kommt ein Frohlinder, der in Dortmund-Mitte wohnt überhaupt nach Hohenlimburg? Matuszak arbeitet als Erzieher in einer Einrichtung in Hagen. Der Weg nach Hohenlimburg ist somit nicht weit. Das Kirchenberg-Stadion mit der großen Tribüne sei schon eine Sache für sich, so Matuszak. Auf die abschließende Frage: „Was ist mit Frohlinde?“ erwähnte Matuszak lachend: „Meine Freunde würden mich immer mit offenen Armen empfangen.“

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