Wacker Obercastrop leistet sich Chancenwucher gegen Abstiegskandidaten

mlzFußball-Landesliga

Verfolger TuS Bövinghausen (2.) gewann in der Fußball-Landesliga mit 7:1 gegen Schlusslicht Langenbochum. So viele Tore gelangen dem SV Wacker gegen Viktoria Resse diesmal nicht.

Obercastrop

, 08.03.2020, 19:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor dem 22. von 32 Spieltagen verbuchte der SV Wacker Obercastrop an der Spitze der Fußball-Landesliga einen nicht sofort einholbaren Vorsprung auf den TuS Bövinghausen. Beide Spitzenteams hatten vermeintlich leichte Aufgaben. Sie trafen auf Kellerkinder.

Mit einem hochverdienten 5:0 (2:0)-Sieg gegen Viktoria Resse (16.) sind die Fußballer des SV Wacker Obercastrop (1.) wieder in die Erfolgsspur an der Landesligaspitze zurückgekommen. Eine 0:3-Niederlage in Buer und das 0:0 gegen den FC Frohlinde, hatten vor allem bei Verfolger TuS Bövinghausen (7:1 gegen Schlusslicht Westfalia Langenbochum) Hoffnungen genährt, dass es im Team von Trainer Aytac Uzunoglu in der Erin-Kampfbahn vielleicht ein wenig kriselt.

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Tut es nicht. Denn bei dem Vorsprung von sieben Punkten auf den Zweiten können sich die Obercastroper nur selbst ein Bein stellen. Wenn sie ihr Ding durchziehen,können die Stichel-Pfeile aus der Dortmunder Nachbarschaft noch so spitz sein. Sie werden nichts nutzen.

Chancen für sieben Spiele


Obwohl es am Sonntag gegen das Kellerkind aus Gelsenkirchen bis in die Schlussminuten dauerte, ehe sich die Hausherren endlich für ihre Vielzahl an Torchancen belohnten. Zu oft standen sich die Akteure vor dem Gästetor selbst im Weg. Co-Trainer Steffen Golob sagte hinterher witzelnd: „Wir hatten Chancen für sieben Spiele.“ Das war nicht übertrieben.

Das Spiel begann zähflüssig. Die Resser Abwehr um Nino Schlutt, der im ersten Halbjahr für die Spvg Schwerin auflief, ließ nicht viel zu.

In der Erin-Kampfbahn war schließlich der Ex-Schweriner wie seine Kollegen überfordert. Vor allem, nachdem Marius Nolte in der 24. Minute endlich das 1:0 erzielte. Dirk Jasmund setzte zum 2:0 (35.) nach einem Eckball von Kevin Pflanz die Kugel zum 2:0 ins Netz. Weiter dicke Gelegenheiten folgten, aber der Ball wurde immer wieder von der Torlinie geklärt, oder wurde von einem eigenen Kollegen blockiert. Wacker-Trainer Aytac Uzunoglu wurde das dann irgendwann zu bunt. Er rief: „Sprecht doch miteinander.“

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Als nach der Pause weitere Großchancen verschludert wurden, rief der Trainer abermals. Diesmal: „Wir sind doch nicht das Sozialamt.“ Dann klappte es ja doch noch. Ein Handelfmeter (83.) sorgte durch Marc Schröter getreten für das 3:0. Einen weiteren Handelfmeter knallte Robin Franke zum 4:0 (86.) in die Maschen. Kevin Pflanz sorgte für das 5:0.

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