Wacker Obercastrop: Unerklärliche Leistungsschwankungen

Fußball-Bezirksliga

Entweder machen sie es ganz deutlich oder tun sich schwer. Beim SV Wacker Obercastrop, dem Tabellenzweiten der Fußball-Bezirksliga, scheint es aktuell nur zwei Extreme zu geben. Exakt eine Woche lag zwischen dem 9:0-Schützenfest beim FC/JS Hillerheide und der 1:2-Niederlage gegen den Erler SV.

Obercastrop

, 21.11.2017, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der SV Wacker Obercastrop, hier mit David Queder am Ball, hat aktuell Probleme mit der Konstanz.

Der SV Wacker Obercastrop, hier mit David Queder am Ball, hat aktuell Probleme mit der Konstanz. © Volker Engel

Bezeichnend: Sowohl Erle (9.), als auch Hillerheide (10.) liegen mit 19 Punkten und einer Tordifferenz von minus sieben im unteren Mittelfeld der Tabelle. Die Gegner sind sich also ähnlich, nur die Leistung der Obercastroper schwankt zu sehr. „Wir schaffen es nicht, in jedem Spiel auch wirklich zu zeigen, dass wir ein Spitzenteam sind“, erklärte Trainer Aytac Uzunoglu nach Abpfiff vergangenen Sonntag.

Dabei wirkte Obercastrops Übungsleiter fast ein wenig ratlos. „Als Trainer muss ich mir auch meine Gedanken machen“, so Uzunoglu. Woran es spielerisch gefehlt hat, wurde vor allem in der ersten Halbzeit deutlich. Wacker agierte häufig über rechts mit Robin Franke. Bevor er allerdings Akzente setzen konnte, hatte Erle seine beiden Vierer- und Fünferketten auf seine Seite verschoben. Mit mehr Tempo bei Ballverlagerungen hätten ihn seine Teamkollegen noch mehr in Szene setzen können. So war er meist auf sich gestellt.

Balance fehlt

Allgemein fehlte in den Angriffen die Balance. Stefan Kitowski hatte auf dem linken Flügel klare Vorteile gegenüber seinem Gegenspieler, die Obercastroper nutzten das aber in Durchgang eins kaum aus, obwohl Kitowski bei zwei Szenen andeute, das genau das ein Rezept hätte sein können, die Erler Mauer auszuhebeln. „In der Pause haben wir das auch angesprochen. Anschließend klappte das besser“, erklärte Aytac Uzunoglu.

Dass sich die Wackeraner äußerst schwer gegen defensive Mannschaften tun, sollte sich mittlerweile in der Liga herumgesprochen haben. Ende Oktober behielten die SF Stuckenbusch so einen Punkt beim 1:1-Unentschieden auf ihrem Sportplatz Am Leiterchen. Und auch Westfalia Huckarde wäre mit dieser Taktik eine Woche danach fast ebenfalls erfolgreich gewesen, musste sich dann aber spät doch noch mit 2:3 geschlagen geben.

Darauf vertraute am vergangenen Sonntag auch fast schon zwangsmäßig Erles Trainer Hartmut Scholz. „Spielerisch ist Wacker Obercastrop schon eine absolute Hausnummer“, sagte er dieser Zeitung. Bei einer besseren Personalsituation hätte er nach eigener Aussage aber vielleicht ein offensives 4-3-3 riskiert. Eventuell ja im Rückspiel in der allerletzten Saisonpartie am Sonntag, 27. Mai.

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