Wacker Obercastrop zittert bis zur 93. Minute gegen den Hombrucher SV

mlzFußball-Landesliga

Die Fußballer des Landesliga-Spitzenreiters SV Wacker Obercastrop haben gegen den Hombrucher SV beinahe Punkte aus den Händen fallen lassen.

Castrop-Rauxel

, 16.02.2020, 20:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Jagd auf den Landesliga-Spitzenreiter SV Obercastrop ist eröffnet. Der Hombrucher SV (8.) war trotz des 3:1 (1:0)-Sieges der Castrop-Rauxeler bis vor der Schlussminute auf der Pirsch. Torwart David Scholka und vor allem dem Torschützen zum 3:1 in der 93. Minute, Martin Kapitza, war es zu verdanken, dass in der Erin-Kampfbahn zu einem fröhlichen „Hallali“ geblasen werden konnte.

Der Wacker-Keeper hatte mit einer fantastischen Parade gerade das 2:2 verhindert, als er mit einem langen Abschlag Kapitza auf die Reise schickte. Der für Marc Schröter in der 75. Minute eingewechselte Stürmer, trickste noch den nach vorn geeilten Gästekeeper aus und schlenzte die Kugel aus 20 Metern zur Entscheidung ins Netz.

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Hombruch trifft zum 1:2 nach einem Rückpass


Das sah in der letzten Viertelstunde der Begegnung nicht so aus. Wacker hatte bis dahin das Spiel voll im Griff, als der sehr präsente Serhat Can einen tückischen Rückpass auf Nico Brehm spielte. Der Kollege auf der linken Abwehrseite stolperte. Dem Torschützen der Gäste waren zum 1:2 (76.) Tür und Tor geöffnet. Irgendwie hatte sich das angekündigt, ohne dass sich die Dortmunder Chancen erspielen konnten. Immer wieder waren es kleine Passfehler, die zu Ballverlusten führten.

Die Hausherren waren in der 35. Minute durch Serhat Can mit 1:0 in Führung gegangen, der einen abgewehrten Schuss von Julian Ucles Martinez entschlossen ins Netz ballerte. Die Mannschaft von Trainer Aytac Uzunoglu blieb da im Stile des Spitzenreiters im Soll. Erst nach Spielschluss legte der Coach den Finger in die Wunde: „Wir haben 70 Minuten das Spiel im Griff und konnten dank Scholka froh sein, dass Hombruch nicht das 2:2 gemacht hat.“

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Die Überlegenheit hatte sich durch einen schönen Freistoß bestätigt. Can zirkelte den Ball von der halblinken Seite flach vor das Tor. Dirk Jasmund streichelte mit dem Hauch seiner Schuhsohle die Kugel zum 2:0 (65.) in die Maschen. Alle klar? Von wegen. Der Schlendrian schlich sich ein. Die Gäste machten sich gegenseitig Mut und wurden tatsächlich durch das geschenkte Tor für ihren nie enden Einsatz belohnt.

Wacker-Trainer spricht von Kindergarten-Taktik

Coach Uzunoglu wurde von Minute zu Minute unruhiger. Er rief: „Ihr macht alles zu lässig.“ Oder auch: „Das ist Kindergarten-Taktik, wie wir uns verhalten.“ Seine Spieler hatten viel Mühe dagegenzuhalten. Und wenn sie dann einmal durch waren, wurden sie durch einige fragwürdige Abseitspfiffe in ihrem Drang gestoppt. Zum Schluss war alles gut. Wacker bleibt bei neun Punkten Vorsprung auf Bövinghausen (2.), weiß aber, was künftig wartet.

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