Wacker trifft das Tor nicht und spielt 0:0

Fußball: Bezirksliga

Dieser Punktgewinn fühlt sich wie eine Niederlage an: Der SV Wacker Obercastrop (8.) kam wegen eklatanter Abschluss-Schwäche gegen Westfalia Huckarde (9.) am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga nicht über ein 0:0 hinaus.

CASTROP-RAUXEL

, 24.04.2016, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wacker Obercastrop (blau) vergab am Sonntag gegen Westfalia Huckarde leichtfertig Torchancen.

Wacker Obercastrop (blau) vergab am Sonntag gegen Westfalia Huckarde leichtfertig Torchancen.

Fußball-Bezirksliga 9

SV Wacker Obercastrop – SV Westfalia Huckarde 0:0

Einziger Sieger an diesem Sonntag in Erin-Kampfbahn waren somit quasi die Kicker von Vestia Disteln, die sich durch den 5:2-Sieg gegen den VfB Waltrop (15.) an Huckarde und Obercastrop in der Tabelle auf Platz sieben vorbeischoben. Selbst schuld. Das Team von Trainer Andreas Köhler ließ einfach zu viele gute Chancen liegen. Dabei hätten sie selbst sogar noch ohne Torwart spielen können. So sah das auch Wacker-Keeper David Scholka nach dem Schlusspfiff: „Ich habe nicht einen Schuss aufs Tor bekommen.“

Der ehemalige Wacker-Tormann Paul-Robin Meschkis auf der Gegner-Seite umso mehr. Es begann in der zweiten Minute mit einem Kopfball von Niko Kresic, den Meschkis zur Ecke abwehrte. Ein Spiegelbild der gesamten 90 Minuten. Die Obercastroper bestimmt Ball und Gegner. Das einzige Manko: Es kam nichts dabei herum. Selbst als Stefan Kitowski in der 65. Minute die Rote Karte wegen eines Fouls sah, das keiner so richtig gesehen hatte, blieben die Hausherren am Drücker.

Trainer Köhler wie auch Huckardes Trainer Robert Podeschwa waren sich nach dem Spiel einig: „Das war überhaupt nichts bei der Roten Karte.“ Der ansonsten sehr sichere Schiedsrichter André Schweins aus dem sauerländischen Menden hat das anders gesehen.

In Unterzahl überlegen

Meschkis im Gäste-Tor versuchte seine Vorderleute durch die Rote Karte anzustacheln: „Wir sind in der Überzahl.“ Das nutzte nichts. Wacker bestimmte das Tempo. Daran konnte auch Ansgar Niehage, der im Winter von der Spvg Schwerin zu den Dortmundern wechselte, nichts ändern. Jürgen Litzmanski, der frühere Trainer des FC Frohlinde und neuer Sportlicher Leiter der Westfalia, war da schon nicht mehr vor Ort. Nach einer Zahn-Operation war er nicht in der Lage, dem ganzen Spiel beizuwohnen.

Und sah so auch nicht, als ein Volleyschuss von Manuel Backes von der Querlatte ins Feld zurückrauschte. Oder den Versuch von Soufian El Moutaouafik, der nur an den Pfosten knallte. Dann war da auch noch Meschkis, der den besten Kopfballversuch von Niko Kresic nach genauer Flanke von Maik Bothe prächtig parierte. 

TEAM UND TORE OBERCASTROP: Scholka, Fritsch, Sola (63. Sahinli), Kresic, Kitowski, El Moutaouafik, Zimmermann, Budde, Bothe, Backes, Herder.Tore: FehlanzeigeBes. Vorkommnis: (65.) Rote Karte gegen Kitowski (Foulspiel)

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