Überblick: (Seit) wann Sportanlagen in der Region wieder offen sind

mlzSport während der Corona-Krise

Während in Henrichenburg schon wieder gekickt wird, sind die Plätze ein paar Kilometer weiter in Datteln noch gesperrt. Wir geben einen Überblick über die Sportstätten-Öffnung in der Region.

Castrop-Rauxel

, 28.05.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wann dürfen wir wieder loslegen? Hierzu erhalten fast alle Städte und Kommunen seit Wochen Anfragen von Schulen und Vereinen. Auch wir haben uns über die vergangenen Tage in der Region schlau gemacht, (seit) wann die Sportanlagen (Plätze und Hallen) wieder genutzt werden dürfen.

Bei einer Umfrage* unter Pressestellen von fast 60 Kommunen im Ruhrgebiet und Münsterland kam heraus, dass ein Flickenteppich von Normen und Maßnahmen in den Städten und Gemeinden herrscht. In den Castrop-Rauxeler Nachbarstädten gibt es allerdings fast überall grünes Licht für Fußballer und Leichtathleten. Die einzige Ausnahme: In Datteln sind die Anlagen noch dicht (Stand: 28 Mai 2020).

Ankündigung überraschte Vereine

Ein Rückblick: Es war ein Donnerstag, mit dem das Leben auf die Sportanlagen wieder zurückkehrte: Seit den 7. Mai, fast zwei Monate nach der Schließung der Sportanlagen infolge des Coronaviruses, durften Outdoor-Sportanlagen wieder für kontaktlosen Sport öffnen.

Die Ankündigung überraschte damals viele Sportvereine, die noch gar vorbereitet waren, weil ihnen einige Tage Vorlauf fehlten. Sie mussten eilig noch Hygieneregel-Konzepte aufstellen.

Zeitgleich zu den Sportplätzen wurden Anfang Mai auch die städtischen Sporthallen in Castrop-Rauxel wieder geöffnet - Ausnahme: die vom Kreis Recklinghausen verwaltete Sporthalle an der B235. Die Handballer, Korfballer und Fechter wagen sich allerdings derzeit nur sehr zögerlich an die Nutzung der Hallen. In den Nachbarstädten Herne und Datteln sind die Turn- und Sporthallen sogar aktuell noch nicht nutzbar. Anders als in Bochum, Recklinghausen, Waltrop und Dortmund.

Hygiene-Konzepte müssen die Vereine vor ihrem ersten Training nicht nur in Castrop-Rauxel vorlegen, sondern auch in Datteln, Bochum, Dortmund und Herne vorlegen. Nicht so in Waltrop. Hier wird die unbürokratische Öffnung der Anlagen schlicht damit begründet, dass der Sport eine wichtig gesellschaftliche und soziale Funktion habe. Auch in der Stadt Recklinghausen wird kein Konzept verlangt. Hier gilt es lediglich die von der Stadtverwaltung aufgestellten Vorgaben zu befolgen.

Bei den Sporthallen jenseits von Castrop-Rauxel und seinen Nachbarstädten ist der Riegel noch häufiger vor der Tür: Nur etwas mehr als die Hälfte der Kommunen (Stand 26. Mai) hatte ihre Hallen auch für Vereinssport geöffnet. Einige haben sie nur für Schulen geöffnet. Viele Kommunen haben angekündigt, bis zum Monatsende die Hallen geschlossen zu halten und die erhofften weiteren Lockerungen abzuwarten.

Ausnahmen bilden oft Sportanlagen, Hallen und Freiluft-Plätze, die in Vereinsverwaltung sind. Zu hören ist auch immer wieder, dass Vereine trotz Erlaubnis auf das Training verzichten würden – die Sportstätten dürfen also öffnen, werden aber nicht genutzt. Eine Ballung nach Regionen, Kreisen oder eine Tendenz bei Großstädten oder kleinen Gemeinden gibt es nicht.

*Die Antworten der Pressestellen sind teils schon vor einigen Tagen erfolgt. Über etwaige Änderungen lagen uns zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Informationen vor.

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