Werner Mauer fiel nicht - VfB verliert 0:4

Landesliga 3

CASTROP-RAUXEL Den besten Eindruck hinterließ der neue Rasen: Mit einer bitteren 0:4 (0:1)-Niederlage wurden dem zwei Wochen an der Tabellenspitze stehenden VfB Habinghorst vom WSV Bochum mächtig die Leviten gelesen.

von Von Jürgen Weiß

, 04.10.2009, 18:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Habinghorsts Kapitän Gordon Schwarze (r.) im Zweikampf.

Habinghorsts Kapitän Gordon Schwarze (r.) im Zweikampf.

Die Heimischen suchten nach Antworten. Glöckner spielte auf Podwysocki, doch der verriss die Kopfballchance. Das sah auf der Gegenseite schon viel gefährlicher aus, als Werne zum ersten Mal das neue Alugestänge testete. Nochmals verzog der wieder glücklos agierende Glöckner, der solche Sachen vor einem Jahr in Obercastrop noch mit "links" über die Linie brachte.

Zur allgemeinen Überraschung mischte auch Marc Olschewski mit, der sich beim Donnerstagtraining noch eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte. Mit seiner Einsatzerklärung hatte der Spielmacher wohl auch seinen Trainer Dieter Beleijew überrascht: "Ich weiß auch nicht wie das geht, zumal es in der Muskulatur geknackt hat." In der zweiten Minute hatten sich die VfB-Fans auf der Tribüne schon zum Jubeln fertig gemacht. Doch das Sturmduo Patrick Podwysocki und Vadim Glöckner brachte die erste gute Flanke von Mehmet Turgut nicht im Tor unter. Nur eine Minute später mussten die Anhänger ihre schon hoch gerissenen Arme erneut herunter nehmen. Ein ganz dickes Ding von Turgut, der vergangene Woche noch zwei Treffer erzielte, wurde jedoch auf der Torlinie von einem Verteidiger geklärt.

Mit der Zeit kamen die Bochumer Gäste besser ins Spiel. Viel zu pomadig wurden aus Habinghorster Sicht die Zweikämpfe geführt. Wenn man überhaupt von energischen Duellen reden kann. Alles was die Beleijew-Burschen bisher so stark machte, schien wie weggeblasen. Von mannschaftlicher Geschlossenheit war wenig zu spüren. Ein Zuschauer analysierte das sehr treffend: "Es spielt nur der, der den Ball hat." Genau. Aber so war Werne nicht wirklich zu erschüttern. Es darf auch nicht vergessen werden, dass es auch anders hätte laufen können. Als Martin Kapitza nach einem Alleingang (17.) nur am Torwart scheiterte, war nach dessen Abklatscher weit und breit kein "Abstauber" zur Stelle. Irgendwie schlich sich so etwas wie Selbzufriedenheit ein. Als Olschewski mit einem 30-Meter-Knaller, der knapp am Winkel vorbeiflog, signalisierte, dass der Oberschenkel hält, schienen alle zufrieden. Wie man sich täuschen kann.

Im Gegenzug gab es einen Elfmeter für die Gäste. Ridvan Dag ließ sich an der eigenen Eckfahne leichtfertig ausspielen, Bahtyar Ay machte Zentimeter hinter der Strafraumlinie sein Bein zu lang und die Bochumer gingen durch den fälligen Strafstoß mit 1:0 (30.) in Führung.

Die Heimischen suchten nach Antworten. Glöckner spielte auf Podwysocki, doch der verriss die Kopfballchance. Das sah auf der Gegenseite schon viel gefährlicher aus, als Werne zum ersten Mal das neue Alugestänge testete. Nochmals verzog der wieder glücklos agierende Glöckner, der solche Sachen vor einem Jahr in Obercastrop noch mit "links" über die Linie brachte.

Klassisch ausgekontert Die Chance auf eine Wende war vorhanden, doch die "Werner Mauer" fiel nicht. Nach einer Ecke gab es das 0:2 (66.). Eine Art Vorentscheidung. Die Konter zum 0:3 (84.) und 0:4 (87.) zählten noch als Zugaben.

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