"Wollen attraktiven Fußball spielen"

CASTROP-RAUXEL Eine schwere Aufgabe wartet am Sonntag auf den Landesliga-Aufsteiger VfB Habinghorst. Zu Gast in der Kampfbahn Habichthorst ist dann der Tabellenführer und Mitaufsteiger, ASC 09 Dortmund, der in den bisherigen sechs Partien kein einziges Mal als Verlierer vom Platz gehen musste.

von Von Jörg Laumann

, 21.09.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
<p>Wieder auf die Bein kommen wollen Daniel Wiencek (links) und sein VfB Habinghorst nach dem bislang eher durchwachsenen Saisonstart in der Landesliga. RN-Foto Engel</p>

<p>Wieder auf die Bein kommen wollen Daniel Wiencek (links) und sein VfB Habinghorst nach dem bislang eher durchwachsenen Saisonstart in der Landesliga. RN-Foto Engel</p>

Dennoch sieht man diesem und dem nächsten Spieltag, an dem der VfB beim derzeitigen Tabellendritten Teutonia/SuS Waltrop antreten muss, einigermaßen gelassen entgegen. "Wir haben nichts zu verlieren", sagt Trainer Dieter Beleijew.

Seine Elf hat sich nach dem 3:2-Erfolg beim TuS Heven in der Vorwoche wieder ins Mittelfeld der Tabelle vorgearbeitet. Mit dem neunten Platz und sieben Punkten sei man "im Soll", so der Coach.

Die Fans verärgert

Zuvor hatten die Habinghorster ihre Anhänger und auch den Trainer vor allem mit der klaren 1:4-Niederlage beim damaligen "Schlusslicht" VfB Günnigfeld am vierten Spieltag verärgert. "Einige Spieler haben dort völlig neben sich gestanden", blickt Beleijew zurück.

Schon in der folgenden Partie, die knapp mit 1:2 gegen Eving Lindenhorst verloren wurde, hatte der Trainer wieder eine Besserung in der Einstellung seiner Schützlinge erkannt. Spätestens nach dem etwas überraschenden Erfolg in Heven sieht er den VfB nun auf einem guten Weg. "Wir haben wieder die Tugenden gezeigt, die uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hatten", bilanziert Beleijew.

Mit Einsatz und Kampfkraft wollen die Habinghorster auch am Sonntag dem starken Gegner aus Dortmund-Aplerbeck beikommen, der in Spielertrainer Hannes Wolf und Miguel Moreira über zwei extrem torgefährliche Stürmer verfügt.

Die Habinghorster Antwort auf diese geballte Angriffskraft wird jedoch keinesfalls eine Mauertaktik sein. "Meine Mannschaft soll attraktiven Fußball spielen", lautet Beleijews Marschroute.

In der eigenen Offensive kann der Coach dabei auf eine weitere Alternative setzen: Stürmer Daniel Kristler hat nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder voll mittrainiert und wird gegen Aplerbeck wohl mehr Einsatzzeit bekommen als bei seinem 15-Minuten-Auftritt in Heven. "Ich könnte mir vorstellen, dass er eine Halbzeit lang zum Einsatz kommt", sagt der Trainer.

Nach wie vor verzichten muss Beleijew auf eine weitere schmerzlich vermisste Offensivkraft: David Plachcinski laboriert nach wie vor an den Folgen eines Rippenbruchs.

"Wir sind nicht chancenlos"

Insgesamt sieht der Habinghorster Trainer sein Team am Sonntag durchaus nicht chancenlos. "Es wäre aber auch kein Beinbruch, wenn wir nicht gewinnen würden", räumt er ein. Beleijews längerfristiger Blick ist auf das Ende der Hinrunde gerichtet. "Ich hoffe, dass wir bis dahin so viele Punkte geholt haben, dass wir unbeschwert in die Rückrunde gehen können."

Ob seine Elf bereits gegen den ASC Dortmund einen weiteren Beitrag zum Erreichen dieses Ziels leisten kann, wird sich in der Kampfbahn Habichthorst vor einer voraussichtlich stattlichen Zuschauerkulisse zeigen. Bereits beim jüngsten Heimspiel des VfB gegen Eving Lindenhorst wurden mehr als 300 Besucher gezählt.

Und von den Aplerbeckern ist bekannt, dass sie sogar einen eigenen Fan-Bus auf die Reise nach Castrop-Rauxel schicken wollen.

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