Wurst fit für FCF / Wacker und Spvg mit Siegpflicht

Fußball: Bezirksliga

Ein Duell zwischen Tabellennachbarn und zwei Vergleiche mit Teams vom Tabellenende stehen für die drei Castrop-Rauxeler Bezirksligisten am 22. Spieltag auf dem Programm. Für Frohlinde gilt, sich nicht von Hillerheide überholen zu lassen. Obercastrop und Schwerin dürfen alles – außer sich gegen den Erler SV und Eintracht Datteln blamieren.

CASTROP-RAUXEL

, 01.04.2016, 16:06 Uhr / Lesedauer: 3 min
Zwei Treffer gegen Datteln reichten Michael Wurst nicht, um an der Spitze der Torjägerliste zu bleiben.

Zwei Treffer gegen Datteln reichten Michael Wurst nicht, um an der Spitze der Torjägerliste zu bleiben.

Bezirksliga 9, 22. Spieltag

FC/JS Hillerheide - FC Frohlinde Sonntag, 15 Uhr

Ein Verfolgerduell auf dem Naturrasen Maybacher Heide der besonderen Art: Den FC Frohlinde (4.) und FC/JS Hillerheide (5.) trennt vor dem 22. Spieltag am Sonntag, 3. April, nur ein Punkt. Im Hinspiel war die Situation deutlicher. Da hatte sich die FCF-Formation um die beiden Spielertrainer, Stefan Hoffmann und Michael Wurst, mit 3:0 durchgesetzt. Wurst selbst, der sich seit Wochen mit einer hartnäckigen Verletzung herumplagt, hatte das dritte Tor markiert.

Bester Torschütze ist der spielende Coach wie im Vorjahr wegen seiner vielen Ausfallzeiten indes nicht. Arif Secen hat ihm mit zwölf Treffern den Rang abgelaufen. Damit kommt der FCF-Stürmer allerdings noch lange nicht an die Werte von Hillerheides Goalgetter Dejan Petrovic heran. Der hat mittlerweile 21 Tore in dieser Spielzeit erzielt. Auf ihn wird die Frohlinder Abwehr wohl ein besonderes Auge werfen müssen. Im Hinspiel ist das gut gelungen.

Coach Wurst ist mit den letzten Spielen und den Trainingseinheiten ("Da machen wir viel Tempo") sehr zufrieden. Personell sieht der Übungsleiter sein Team auf einem guten Weg. Er selbst ist spielbereit, genauso wie Kurzurlauber Chris Kasprzak. Eine Schrecksekunde gab es beim Training am Donnerstag. Robin Schultes hat sich an der Schulter verletzt und musste ins Krankenhaus gefahren werden.

Erler SV 08 - SV Wacker Obercastrop Sonntag, 15 Uhr

Haben die Bezirksliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop (7.) das Sieger-Gen verloren? Beim Erler SV (14.) wird diese Frage auf dem Rasenplatz „Am Forsthaus“ auf den Prüfstand gestellt. So ist denn auch der Trainer Andreas Köhler der Meinung: „Es wird schon mal wieder Zeit, dass wir ein Spiel gewinnen.“ In diesem Jahr ist das nur gegen Schlusslicht Eintracht Datteln, im Nachholspiel am 7. Februar gelungen.

Zwar gab es Punktgewinne durch die Unentschieden gegen Spitzenteams wie das 1:1 gegen Langenbochum (1.) oder dem gleichen Resultat gegen TuS Eichlinghofen (3.). Gegen den SSV Buer (2.) wurde aber verloren, wie auch im Derby gegen die Spvg Schwerin (6.). Da konnte das neuerliche 1:1 gegen Teutonia Waltrop (13.) nicht die Wunden lecken. Da wurde der so besonnene Trainer aus dem Innenraum verwiesen. Gegen die 75-Euro-Strafe hat Köhler nun Widerspruch eingelegt: „Ich bin mir keiner Schuld bewusst.“

Beim auf einem Abstiegsplatz stehenden Erler SV hofft er darauf, dass seine Spieler auf dem Naturgrün besser zurechtkommen, als sie es in Buer getan haben. Vier Akteure spielten am Ostermontag in der „Zweiten“ (Kreisliga B). Vielleicht kann das Quartett um David Queder nach dem 5:1-Sieg gegen Arminia Sodingen ihren Kollegen vermitteln, wie schön es ist, wieder zu siegen.

Spvg Schwerin - Eintracht Datteln Sonntag, 15 Uhr

Der bemitleidenswerte Gegner hat erst acht Zähler auf dem Konto. Das letzte leichte „Aha-Erlebnis“ datiert mit einem 0:0 vom 9. Spieltag am 11. Oktober gegen den SSV Buer. Seitdem gab es Gegentore wie vom Fließband: Sechs, vier, fünf, sechs, sechs, drei. Das sind keine Glückszahlen einer Lotterie, sondern die Treffer, die vom Dattelner Keeper regelmäßig pro Partie aus dem Netz geholt werden mussten. Das 0:2 gegen Spitzenreiter Westfalia Langenbochum in der Woche vor den Oster-Feiertagen, sorgt dann doch für etwas mehr Konzentration beim Gastspiel auf dem Schweriner Berg.

Zeitgleich hatte sich das Grafweg-Team beim 1:0 in Westfalia Gelsenkirchen direkt nach der Trennung von Trainer Karsten Quante unbeeindruckt gezeigt. Die Spieler Suri Ucar, der schon zuvor als Co-Trainer agierte, und Routinier Markus Hasecke geben jetzt die sportliche Richtung vor. „Die machen das wirklich gut“, erklärt Schwerins Geschäftsführer Peter Wach begeistert, „wie die Mannschaft auf dem Ascheplatz in Gelsenkirchen dagegengehalten hat, war richtig klasse.“

So ähnlich sollte es laut Wach auch am Sonntag laufen: „Wir müssen Datteln ernstnehmen, egal wo die stehen und wie die bisher gespielt haben.“ Und hat dabei den knappen 2:1-Sieg aus der Hinrunde im Sinn. Damals war es eine enge Kiste, aber die spielerischen Akzente auf dem Schweriner Kunstrasen sollten eigentlich am Sonntag für den Tabellensechsten sprechen. Personell sei alles im „grünen Bereich“, lediglich hinter dem Einsatz von Spielertrainer Suri Ucar stünde ein Fragezeichen. Das wäre schade, denn gerade der Offensivkünstler kann spielerisch den Unterschied ausmachen. Das hat er schon einige Male noch unter Ex-Coach Karsten Quante gezeigt.

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