Yogan Henyelbeth Cordero Astacio fehlt dem SV Wacker im Topspiel gegen Bövinghausen

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Yogan Henyelbeth Cordero Astacio vom SV Wacker Obercastrop sah im Derby gegen den FC Frohlinde die Rote Karte. Nun steht die Länge seiner Sperre fest. Cordero Astacio fehlt wochenlang.

Obercastrop

, 10.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Yogan Henyelbeth Cordero Astacio steht am Sonntag traurig am Seitenrand und schaut seinen Teamkameraden vom SV Wacker Obercastrop beim Landesliga-Heimspiel gegen Viktoria Resse (5:0) zu. Mitspielen darf er nicht, nachdem er im Derby gegen den FC Frohlinde am 1. März die Rote Karte gesehen hatte.

Nur 22 Minuten dauerte der Auftritt des Venezolaners, der erst knapp über ein Jahr in Deutschland lebt. Nach einem Kopfstoß gegen den Frohlinder Dietrich Liskunov war für Cordero Astacio die Partie beendet. Vorangegangen waren einige Tritte des Frohlinders gegen den Südamerikaner, die vom Schiedsrichter nicht geahndet wurden.

Yogan Henyelbeth Cordero Astacio gesteht sich seinen Fehler ein: „Ich habe das nicht gut gemacht und werde weiter lernen. Ich muss mit solchen Situationen anders umgehen.“

Das Saison-Aus für den Venezolaner drohte

Dass es keine kurze Sperre werden würde, das war schon während des Spiels klar. So sagte der Landesliga-Staffelleiter Klaus Overwien (Waltrop) bereits am Rande des Derbys, dass er den Fall abgeben müsste. Der Staffelleiter ist nur für Sperren im Rahmen von vier Wochen zuständig, das wäre im Falle von Cordero Astacio aber zu wenig gewesen.

Somit gab er den Fall an den Einzelrichter Axel Zimmermann ab. Und der hätte laut Aussage des Wacker-Vorsitzenden Martin Janicki eine Sperre ansetzen müssen, die vielleicht sogar das Saison-Aus für den Venezolaner bedeutet hätte. „Axel Zimmermann sagte mir, dass bei einem Kopfstoß eine Strafe von mindestens zehn bis zwölf Wochen der Regelfall wäre“, so Janicki.

Nach 22 Minuten war für Yogan Henyelbeth Astacio Cordero (verdeckt) das Derby gegen den FC Frohlinde beendet. Er sah die Rote Karte.

Nach 22 Minuten war für Yogan Henyelbeth Astacio Cordero (verdeckt) das Derby gegen den FC Frohlinde beendet. Er sah die Rote Karte. © Volker Engel

Bei nun noch elf ausstehenden Spielen hätte Cordero Astacio für die Obercastroper in dieser Saison keine Partie mehr bestritten. Doch der Venezolaner hatte Glück, denn sein Verein setzte sich für eine geringere Sperre ein.

„Wir haben von unserem Recht, eine Stellungnahme abzugeben, Gebrauch gemacht“, sagt Martin Janicki. In der Stellungnahme, die der Redaktion vorliegt, schildern die Obercastroper unter anderem, dass der Venezolaner direkt nach dem Spiel Reue gezeigt und unüberlegt gehandelt habe. „Yogan Cordero ist ein ruhiger Vertreter seiner Zunft und hat bisher noch nie etwas zu Schulden kommen lassen“, heißt es in der Stellungnahme des Vereins.

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Zudem ließ der SV Wacker dem Einzelrichter zwei Videos zukommen. Darauf unter anderem zu sehen: Zahlreiche Tritte vonseiten Liskunovs gegen Cordero Astacio, die vom Schiedsrichter-Trio nicht geahndet wurden.

„Wir wollen keinesfalls dadurch den FC Frohlinde verurteilen. Uns geht es nur darum, dass der Sachverhalt vernünftig und gerecht beurteilt wird, warum er ggf. so reagiert hat“, so der SV Wacker in der Stellungnahme.

Yogan Henyelbeth Cordero Astacio fehlt bis Ostern

Ein Mittel mit Erfolg: Die Sperre für Yogan Henyelbeth Cordero Astacio wurde auf sieben Wochen oder sieben Spiele festgelegt. Der Venezolaner fehlt also aller Voraussicht nach bis einschließlich Ostermontag, 13. April. Dann absolvieren die Wackeraner das siebte Spiel nach dem Derby gegen den SV Wanne 11.

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