Zahlreiche Castrop-Rauxeler Tennis-Teams verzichten auf die Sommersaison

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Wegen der Corona-Krise hat der Westfälische Tennisverband den einzelnen Mannschaften freigestellt, ihr Startrecht wahrzunehmen. Wir haben uns in den Castrop-Rauxeler Clubs umgehört.

Castrop-Rauxel

, 22.05.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Mannschaftsspielbetrieb ist ein ganz entscheidender Faktor für die sozialen Interaktionen im Verein. Mit dieser Begründung hat der Westfälische Tennisverband (WTV) den Clubs, den Mannschaften und den einzelnen Spielern die Möglichkeit gegeben, an den Teamwettbewerben teilzunehmen. WTV-Präsident Robert Hampe sagt dazu: „Ebenso halten wir es in der aktuellen Situation für wichtig, dass Vereine und einzelne Mannschaften je nach ihrer individuellen Situation ohne sportliches Risiko selbst entscheiden können, ob sie am Sommer-Spielbetrieb 2020 teilnehmen wollen oder nicht.“ Bis Mittwoch (20. Mai) mussten sich die Mannschaften entscheiden.

Aufgrund der besonderen Umstände wurde die Sommersaison 2020 zur „Übergangssaison“ erklärt. Das bedeutet, dass es keine Absteiger geben wird, ein sportlicher Aufstieg ist aber möglich. „Wir hoffen, dass viele Spiele durchgeführt werden können. Allerdings schätzen wir auch das Sicherheitsgefühl eines jeden Einzelnen.“, erklärt Professor Michael Ludvik, Vorsitzender des Ruhr-Lippe-Bezirks, dem die Castrop-Rauxeler Clubs angehören.

Heiko Sobbe, Geschäftsführer des TuS Ickern, bringt mit einer Ausnahme alle seine Erwachsenen-Teams an den Start.

Heiko Sobbe, Geschäftsführer des TuS Ickern, bringt mit einer Ausnahme alle seine Erwachsenen-Teams an den Start. © Volker Engel

TuS Ickern tritt fast komplett an

Sehr unterschiedlich reagieren die Castrop-Rauxeler Vereine auf das Angebot des WTV. Beim TuS Ickern sind bis auf eine Ausnahme alle Erwachsenen-Teams am Start. Lediglich die Damen 60 verzichten auf ihren Einsatz in der Verbandsliga. Bedenken aufgrund der Hygieneregelungen und der Verpflegung waren für die Entscheidung ausschlaggebend.

Auf jeden Fall werden die drei Westfalenligateams in der höchsten Spielklasse auf Verbands-Ebene antreten. „Unsere erste Damen-, Herren- und Juniorinnen-Mannschaft sowie alle anderen Mannschaften sind spielbereit. Allerdings werden die jüngsten Nachwuchs-Teams der Altersklassen U8, U10 und U12 nicht zum Schläger greifen“, erklärt TuS-Geschäftsführer Heiko Sobbe.

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Anders sieht es im Castrop-Rauxeler Süden aus. Ulrich Viefhaus, Vorsitzender und Sportwart des TC GW Frohlinde, hat von den 20 Erwachsenen-Mannschaften gut die Hälfte zurückgezogen. Das betrifft vor allem die beiden Verbandsliga-Teams der Damen 40 und Herren 70. „Bei den Damen 40 sind einige junge Mütter gemeldet, die die unklaren Verhältnisse bei den Auswärtsspielen fürchten. Im Herren-70-Bereich mussten wir Rücksicht auf Spieler mit gesundheitlichen Vorbelastungen nehmen“, berichtet Viefhaus.

Das Rauxeler Regionalliga-Team verzichtet

Dr. Jens Brinkhoff, Sportwart des TC BW Castrop 06, zieht ebenfalls die Mehrzahl der ursprünglich gemeldeten Mannschaften zurück und ist selbst davon betroffen: „Leider tritt meine Herren-30-Truppe in der Verbandsliga nicht an. Vielleicht komme ich ja mal bei den Herren in der Ruhr-Lippe-Liga zum Einsatz.“ Einzige Mannschaft des TC 06 auf Verbands-Ebene werden die Herren 60 in der Westfalenliga sein.

Das Aushängeschild des Rudervereins Rauxel, das Regionalliga-Team der Herren 75, hat die Segel gestrichen. RVR-Sportwart Willi Terhoven sagt dazu: „Den meisten Spielern erscheint das gesundheitliche Risiko zu hoch. Das gilt auch für die Herren 65 und die zweite Herren 75-Mannschaft.“ Von den vier Mannschaften des Turnerbundes Rauxel wurden die Herren 65 abgemeldet.

Die Begegnungen der „Übergangssaison“ beginnen am Mittwoch, 10. Juni. Das Saisonende ist für den 27. September vorgesehen. Der WTV sichtet aktuell die Rückmeldungen der Vereine, um dann einen neuen Spielplan zu erstellen.

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