Zehn Tore im Derby: So oft wie Victoria schenkte dem VfB noch fast kein Gegner einen ein

mlzFußball-Kreisliga B

Im Stadtteil-Duell siegte am Sonntag Kreisliga-B-Tabellenführer VfB Habinghorst mit 6:4 gegen Victoria. Dabei lag der Gast zur Pause sogar mit 3:2 vorn.

24.02.2019, 21:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine tor- wie abwechslungsreiche Partie sahen die Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Kampfbahn Habichthorst, der Heimspielstätte von Kreisliga-B-Tabellenführer VfB Habinghorst.

Im Stadtteil-Derby gingen zunächst die Gäste von Victoria Habinghorst in Führung. Justin Burkhardt verwandelte in der 3. Minute einen Foulelfmeter. Zuvor hatte Tim Eckey im Strafraum Nico Sausmikat gehalten. „Wir waren super motiviert“, erklärte Victoria-Trainer Danny Jordan nach dem Spiel, „durch den Elfmeter sind wir auch gut ins Spiel gekommen.“

Zehn Tore im Derby: So oft wie Victoria schenkte dem VfB noch fast kein Gegner einen ein

VfB Habinghorst (grau) - Victoria Habinghorst © Volker Engel

Daran sollte auch der 1:1-Ausgleich (6.) durch Dennis Teuber nichts ändern. Die Gäste setzten den VfB erfolgreich unter Druck. Manchmal brachten sich die Hausherren aber auch durch unnötige Ballverluste selbst in Verlegenheit. Victorias Lukas Schemann etwa spielte im Alleingang Torwart Julian Jarkulisch aus, doch Robin Schimpf rettete zweimal auf der Linie (32.).

Es folgte einer der raren Entlastungsangriffe des VfB, doch Teuber verzog allein vor Keeper Ricardo Homfeldt. Victoria machte noch einmal Druck und so kam das 2:1 (34.) für den VfB durch Torjäger Teuber in dieser Phase des Spiels eher überraschend. Doch die Antwort folgte bald: Victorias pfeilschneller Steven Klawitter preschte auf Zerberus Jarkulisch zu, der zwar zögerlich aus dem Kasten kam, Klawitters Schuss aber noch abwehren konnte. Bei Kremers Nachschuss zum 2:2 war er dann jedoch machtlos. Kurz vor der Halbzeit stellte Kremer noch auf 3:2 (44.) für die Victoria.

Marc Olschweskis Taktik-Kniff zur Pause zahlt sich aus

„Wir haben dann in der Pause umgestellt, sind mehr über die Flügel gekommen“, erklärte VfB-Coach Marc Olschewski – ein taktischer Schachzug, der sich auszahlte. Und zwar sofort: Es dauerte nur ein paar Minuten, bis Dennis Both zum 3:3 (49.) traf. Nun wehte ein anderer Wind im Habichthorst. Dennis Kock spielte sich durch Victorias Strafraum und schoss durch die Beine von zwei Gegenspielern zum 4:3 (55.) für den VfB ein. Thomas Bragin ließ das 5:3 (66.) folgen – nach einem langen, aber präzisen Pass von Justin Schlingermann. Dennis Both erhöhte auf 6:3 (76.). Burkhardt, der den Torreigen eröffnet hatte, schloss ihn mit dem 4:6 (85.) ab.

Zehn Tore im Derby: So oft wie Victoria schenkte dem VfB noch fast kein Gegner einen ein

Victoria Habinghorst machte dem VfB das Leben schwer. Hier verfolgt Jan Grenda (r.) den schnellen Justin Schlingermann. © Volker Engel

„In der zweiten Halbzeit wurden wir überrannt, der VfB hat verdient gewonnen“, räumte Victoria-Coach Jordan ein. Die Umstellung des Gegners habe das druckvolle Spiel seiner Mannschaft gestoppt. „Und um einen Thomas Bragin zu verteidigen, brauchst du eigentlich sechs Füße“, fügte der Trainer anerkennend hinzu.

15 Gegentreffer in 16 Partien – und diesmal 4 in einer

Olschewski beschäftigte vor allem eine andere Seite des Spiels: „Die erste Halbzeit haben wir verpennt. Wenn wir sechs Tore brauchen, um zu gewinnen, ist das wirklich nicht schön.“ Vier Gegentore in einer Partie ist er von seiner Hintermannschaft nicht gewohnt. Zuvor hatte sich die zweitbeste Abwehr der Liga in 16 Partien gerade mal 15 Gegentreffer eingefangen.

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Tim Eckey vom VfB beim Kopfball. © Volker Engel

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