Zuschauer reißt Sieberg vom Rad

Radsport

Es war nicht das Rennen des Castrop-Rauxeler Radprofis Marcel Sieberg. Auf den 258 staubigen Kilometern von Paris nach Roubaix musste er mit Platten, Stürzen und auch noch den Zuschauern kämpfen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Carsten Loos

, 10.04.2011, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radprofi Marcel Sieberg.

Radprofi Marcel Sieberg.

Nach 258 staubigen Kilometern, gespickt von 27 Kopfsteinpflaster-Passagen von insgesamt über 50 Kilometern Länge, klagte der Radprofi Marcel Sieberg (Omega Pharma-Lotto), als er mit 10:10 Minuten Rückstand auf den Überraschungssieger Johan van Summeren (Belgien/Garmin-Cervelo) auf Platz 57 das Ziel beim französischen Frühjahrsklassiker "Paris-Roubaix" erreicht hatte: "Ich hatte heute nur Pech."

Im berühmt-berüchtigten Wald von Arenberg, nach rund 170 Kilometern seines erklärten Lieblingsrennens, begann Siebergs persönliches Hindernisrennen: Erst ein Platten, dann in der Aufholjagd zweimal durch Stürze der Vorderleute im Peloton ausgebremst. "Und zu guter Letzt", berichtete der 28-jährige Europastädter aus der "Hölle des Nordens", "reißt mich 20 Kilometer vor dem Ziel noch ein Zuschauer vom Rad."Nächster Auftritt in der Türkei

Dabei hätte er diesmal "richtig gute Beine" gehabt, ärgerte sich Sieberg. Vor zwei Jahren hatte er so schon als 20. gezeigt, was er bei dem Worldtour-Rennen in Frankreich erreichen kann.

Ohne den früh zurück geworfenen Sieberg fuhren dessen Teamkollegen Andre Greipel (Hürth) und Jurgen Roelandts (Belgien) lange Zeit im Vorderfeld mit. Am Ende wurde Roelandts 14. (47 Sekunden zurück), Greipel 21. (3:43 Minuten zurück).

Seinen nächsten Auftritt hat Sieberg nun bei der Türkei-Rundfahrt (24. April bis 1. Mai). Dann vielleicht wieder mit guten Beinen und dem nötigen Glück.

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