Zwei Tore in der Nachspielzeit - 0:2 in Buer

VfB Habinghorst

Zwei Tore in der Nachspielzeit haben den Ausschlag gegeben: Fußball-Landesligist VfB Habinghorst musste im Abstiegsduell beim SSV Buer eine 0:2-Niederlage hinnehmen.

CASTROP-RAUXEL

von Von Jürgen Weiß

, 27.03.2011, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Tore in der Nachspielzeit - 0:2 in Buer

Das Glück kehrte diesmal ins andere Haus ein: Durch zwei Tore in der Nachspielzeit (91./94) verlor Habinghorst einen wichtigen Punkt. Der könnte in der Endabrechnung vielleicht noch ganz weh tun.

Es ist nicht überliefert, ob der Habinghorster Trainer Daniel Kuhn zum Spiel in Gelsenkirchen ein Hemd mit einer größeren Kragenweite getragen hat. Auf jeden Fall wird er nach dem Abpfiff sicherlich mit einem ganz "dicken Hals" nach Hause gefahren sein. In seinem Hauptberuf hat der Coach mit jederlei Dämmstoffen zu tun. Da muss es schon richtig weh getan haben, dass seine Elf zum Schluss die Dichtungsmasse in der Abwehr vermissen ließ.

"Dann muss man sich den Mund abputzen"

Kuhn: "Es war schon nicht viel drin in diesem Spiel, aber dann muss man sich den Mund abputzen, den einen Punkt einpacken, um den Gegner auf Distanz zu halten." Aber so ist eben Fußball. Am vergangenen Sonntag noch Gewinner in letzter Sekunde, diesmal Verlierer solcher Art. Mund abputzen und weitermachen. Am besten nächsten Spieltag gegen den WSV Bochum. Wer hätte denn auch daran geglaubt, dass es mit dem Siegen immer so weiter geht? Immerhin kann ja darauf aufgebaut werden, dass aus sechs Spielen vier Siege heraussprangen. Zur Jahreswende sah das alles noch viel finsterer aus.

Spiel auf Kunstrasen - VfB kommt nicht ins Spiel In Buer zunächst nicht. Die Gastgeber erwarteten die Gäste auf dem Kunstrasen. Kuhn: "Der Naturrasen ist auch nicht schlechter als unserer." Der erste Schock ob der Platzbelag-Umstellung saß anscheinend tiefer, als viele meinten. Auf jeden Fall kam Habinghorst nicht so recht ins Spiel. Kampfbetonte Szenen wechselten mit unnötigen Ballverlusten. Allerdings auf beiden Seiten. Im ganzen ersten Abschnitt gab es nur eine richtige Torchance. Während der VfB immer wieder die Bälle nach vorne verlor, stand plötzlich ein Gegner alleine vor Keeper Daniel Schultz. Zum Glück für den Torwart nebst Kollegen, ging der Ball aus fünf Metern geschossen über das Tor. Einen Treffer hatten beide Teams eben nicht verdient.

Patrick Podwysocki vergibt die Großchance

Die Szenerie blieb zerfahren. Bis zur 65. Minute. Patrick Podwysocki zog unwiderstehlich los. Auf den Rängen machten sich die Gästefans schon zum Torjubel bereit. Doch in letzter Instanz wurde der schnelle Stürmer bedrängt und der Ball flog am Gehäuse vorbei. Was ärgert, dass sich ansonsten keine Gelegenheiten mehr boten, eventuell doch noch einen Treffer zur erzielen. Den hatten urplötzlich die Gastgeber vor Augen, als ein Spieler freistehend an Schultz scheiterte. Ein typisches 0:0-Spiel? Denkste. Die späten Tore widersprechen dieser These. 

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