Wird auch die 1. Regionalliga unterbrochen?

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Wie soll es mit dem Spielbetrieb der 1. Regionalliga weitergehen? Das diskutieren die Vereine und der Westdeutsche Basketball-Verband am Dienstagabend ab 19 Uhr.

Dorsten, Wulfen

, 26.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim BSV Wulfen hat sich die Corona-Lage am Montag weiter verschlimmert. Nachdem am Sonntag ein weitere Akteur aus dem Wulfener Regionalliga-Kader positiv getestet worden war, erhöhte sich diese Zahl am Montag auf drei. Zwei weitere Ergebnisse der insgesamt 17 Tests lagen noch nicht vor.

Auch die negativ getesteten Personen mussten aber weiter bis zum 4. November in Quarantäne bleiben. „Unser Spiel in Recklinghausen am kommenden Samstag muss deswegen ebenfalls verlegt werden“, erklärte BSV-Vorsitzender Christoph Winck, selbst trotz negativen Tests noch in Quarantäne.

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Auch den Trainingsbetrieb lässt der BSV bis auf weiteres noch komplett ruhen. „Es gibt zuviele Querverbindungen von der ersten Mannschaft in den Verein“, erklärt der Vorsitzende, „einige Spieler sind Jugendtrainer, außerdem trainieren Spieler der zweiten Mannschaft zeitweise mit dem Regionalliga-Kader. Da ist die generelle Pause in unseren Augen angebracht.“

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Wie es mit der 1. Regionalliga wietergehen soll, das wird der Westdeutsche Basketball-Verband heute Abend wie angekündigt in einer Video-Konferenz mit den betroffenen Vereinen diskutieren. Die Positionen der beiden heimischen Teilnehmer sind unterschiedlich.

„Für uns ist es als Tabellenletzter ohne Sieg natürlich ein wenig schwierig“, sagt Christoph Winck für den BSV. Grundsätzlich steht für ihn aber fest: „Wir sollten den Sportbetrieb jetzt runterfahren. Wir haben hier in Deutschland fünf Wochen Vorsprung vor Frankreich. Die sollten wir nutzen. Im März könnte man wiedereinsteigen und dann eine Einfach-Runde spielen.“

“Bislang hat das Konzept funktioniert“

Thomas Klings, Vorsitzender der BG Dorsten, sieht es bislang anders: „Der bisherige Saisonverlauf hat gezeigt, dass das Hygienekonzept des WBV und der Vereine funktioniert. Auch die Information bei den beiden Spielausfällen am Wochenende war zügig und problemlos. Deshalb sehe ich nach zwei Spielabsagen keine zwingenden Gründe, die 1. Regionalliga jetzt schon zu unterbrechen.“

Sollten sich die Spielausfälle häufen, müsse man neu diskutieren. Auch für Dienstagabend stellte Thomas Klings klar: „Wir haben unsere Position, aber man muss natürlich auch die Argumente der anderen hören und das Ganze in Ruhe besprechen.“

Konzept für Damen und 2. Regionalligen liegt vor

Bereits am Montag gab der WBV bekannt, dass die Regionalliga Damen den Spielbetrieb erst am 16. Januar 2021 aufnehmen wird. Die 2. Regionalliga Herren soll in zwei Gruppen zeitversetzt an den Start gehen. Gruppe 1 startet frühestens am 14. November, Gruppe 2 am 16. Januar. Je nach Teilnehmerstärke sollen in Gruppe 1 zwei Aufsteiger und ein Absteiger, in Gruppe 2 ein möglicher zusätzlicher Aufsteiger sowie zwei Absteiger ermittelt werden.

Der WBV begründete seine Entscheidung damit, dass bei den Damen nur zwei Vereine signalisiert hätten, sie könnten wie vorgesehen Ende Oktober starten. Bei den Herren führte der Verband leistungssportliche Gründe an und verwies auf die Wirksamkeit der erarbeiteten Hygienekonzepte. Die Hälfte der Vereine hatte hier für eine Verschiebung votiert.

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