2. Bundesliga verschärft die Corona-Maßnahmen

Basketball

Die Barmer 2. Bundesliga hat auf die zahlreichen Coronafälle und auf Kritik an ihrem Krisenmanagement reagiert. Verschärfte Hygienemaßnahmen sollen die Probleme lösen helfen.

Dorsten

, 26.11.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Audi Dome München

So wie in der BBL wird auch in der Barmer 2. Bundesliga weiter ohne Zuschauer gespielt. Ab sofort gelten zudem weitere Verschärfungen der Hygienemaßnahmen. © dpa

Der Dorstener Moritz Sanders und die Nürnberg Falcons müssen sich in der Barmer 2. Basketball Bundesliga auf striktere Hygienemaßnahmen einstellen. Die Liga reagiert damit auf die gehäuften Spielausfälle infolge von Covid-19-Infektionen und auf die Kritik, die daraufhin auch Moritz Sanders geäußert hatte.

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Geschäftsführer Christian Krings erklärte: „Nach gut vier Wochen Spielzeit haben wir sehr genau geprüft, welche Maßnahmen bereits gut liefen und wo es, auch aufgrund der steigenden Pandemiezahlen, Verbesserungsmöglichkeiten gibt.“

Ergebnis: Grundsätzlich sollen alle Beteiligten noch einmal für die Maßnahmen und deren Einhaltung sensibilisiert werden. Die werden zudem um zwei Kernpunkte erweitert. Der erste: Die Liga wird die Einhaltung der im Hygieneleitfaden definierten Maßnahmen unangekündigt kontrollieren und Verstöße gegen die Maßnahmen konsequent bestrafen.

Der zweite: wöchentlich verpflichtende Covid-19-Schnelltests am Spieltag für die Spieler, Trainer und Schiedsrichter/Kommissare.

Die Teilnahme am Spielbetrieb ist damit nur noch ausschließlich nach vorheriger Testung möglich. Schon beim ersten positiven Testergebnis innerhalb der beiden Mannschaften kommt es zudem zur sofortigen Spielabsage.

„Gesundheit hat Priorität“

„Die Gesundheit aller am Spielbetrieb beteiligter Personen hat für uns höchste Priorität“, versicherte Christian Krings: „Um das Infektionsrisiko zu minimieren, wollen wir durch die zusätzlichen

Testungen auch asymptomatische Infektionsverläufe vor einem Spiel erkennen und zur Sicherheit aller reagieren können. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen und moralischen Verantwortung bewusst und müssen einen sicheren und möglichst regulären Spielbetrieb für alle Beteiligten gewährleisten können.“

Deshalb spielte bei der Erweiterung der Teststrategie auch das Thema „Labortestkapazitäten“ eine wichtige Rolle. Systemrelevante Laborkapazitäten sollten, wie vom Robert-Koch-Institut empfohlen, nicht belastet werden. Durch die Verwendung von Covid-19-Schnelltests habe die Liga sich gegen Testungen im vorherigen Wochenverlauf entschieden, „um ein valides, möglichst aktuelles Testergebnis vorliegen zu haben und die Labortestkapazitäten der Gesellschaft nicht zu belasten“, heißt es in der Presseerklärung der Liga.

Wiederholte Infektionen

Die Nürnberg Falcons hatten nach dem Spiel gegen Phoenix Hagen am 6. November zehn Coronafälle im Team und dessen direkten Umfeld gemeldet. Ausgangspunkt war ein Akteur aus Hagen gewesen. Beim Spiel zwischen Nürnberg und Bremerhaven sprang das Virus dann auch auf die Norddeutschen über. Zuvor war es bereits zu Coronafällen in Rostock und Jena gekommen.

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