A-Jugend und erste Mannschaft: der SV Lembeck steht vor einem Drahtseilakt

Fußball

Im Sommer vollzog der Kreisligist SV Lembeck einen großen Umbruch. Aufgefangen wird dieser mit Spielern, die auch noch A-Jugend spielen werden. Der Trainer hofft auf "ruhige Gewässer".

von Niklas Berkel

Lembeck

, 29.07.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
A-Jugend und erste Mannschaft: der SV Lembeck steht vor einem Drahtseilakt

SV Lembecks neuer Trainer Patrick Rohrand (l.) mit einigen der Neuzugänge. Niklas Jakubiak (3.v.l.) ist der einzige externe Neue. © Joachim Lücke

"Wir stehen vor einem Balanceakt", sagt der neue Trainer des Fußball-A-Kreisligisten SV Lembeck, Patrick Rohrand. Rohrand trainiert in der kommenden Saison nicht nur die A-Jugend der JSG Lembeck/Rhade/Deuten in der Bezirksliga, sondern auch die Senioren. Und damit noch nicht genug: Weil zahlreiche erfahrene Spieler den SV Lembeck verließen, mit Niklas Jakubiak (FC Marl) aber nur ein externer Neuzugang den Kader verstärkt, bekommt der gesamte Altjahrgang des A-Jugendkaders das Seniorenspielrecht.

"Das wird sich jetzt sieben, acht Wochen einpendeln und dann wird das funktionieren."
Patrick Rohrand, Trainer SV Lembeck

Für die jungen Fußballer bedeutet das eine Doppelbelastung, die es in sich haben könnte. "Wir haben aber 26 Spieler im Kader der A-Jugend", sagt Trainer Rohrand. "Das wird sich jetzt sieben, acht Wochen einpendeln und dann wird das funktionieren", ist sich der Trainer sicher. Der Sprung aus der Jugend in den Seniorenbereich ist aber nicht klein. "Ich hoffe, dass sich alle Spieler schnell aklimatisieren", sagt Rohrand. Mit einer Saison "in ruhigen Gewässern" wäre der Trainer bereits zufrieden.

Lembecks Kapitän Steffen Fellner ist bislang überzeugt von seinem neuen Trainer und den A-Jugendlichen. "Die machen alle einen guten Eindruck auf mich. Das lässt auf Positives hoffen", sagt er.

Die Jugend ist die Zukunft

Für den SV Lembeck soll die Jugend der Weg der Zukunft sein, sagt Rohrand. "Lembeck hat gesehen, dass derzeit eine erfolgreiche Jugendarbeit betrieben wird im Verein. Das zeigen die Stadtmeistertitel über alle Jahrgänge hinweg." Um das zu honorieren, setzt der SVL ein klares Zeichen an seine Jugend mit der Einstellung Rohrands zum Seniorentrainer. "Den Jugendlichen soll gezeigt werden, dass sie hier eine Perspektive besitzen."

Die kommende Saison könne hart werden, weiß Rohrand. Aber perspektivisch verspricht sich der Trainer eine Menge. "In der übernächsten Saison haben wir dann einen großen Vorteil. Wenn all diese Spieler Seniorenspieler werden, sind sie bereits an den Seniorenfußball gewöhnt."

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