„Als der Wettkampf anfing, passte gar nichts mehr“: Christina Honsel wird Fünfte

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Bei der Deutschen Meisterschaft erreichte Christina Honsel Platz fünf. Sie hatte sich mehr erhofft, wollte eigentlich aufs Treppchen. "Doch es sollte einfach nicht sein."

von Niklas Berkel

Dorsten

, 04.08.2019, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Christina Honsel war geknickt. Eigentlich war sie gut drauf. Vor drei Wochen gewann sie Silber bei der U23-Europameisterschaft in Schweden, und auch das Einspringen für sie verlief gut. Umso erstaunter war sie, als es am Ende nur zu 1,80 gesprungenen Metern und Platz fünf bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin reichte.

„Beim Einspringen hatte ich nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch mein Trainer sagte, dass nichts mehr zu verbessern sei."
Christina Honsel, U23-Vize-Europameisterin

„Ich kann mir das nicht wirklich erklären“, sagte Honsel nach dem Wettkampf. „Beim Einspringen hatte ich nicht nur ein gutes Gefühl, sondern auch mein Trainer sagte, dass nichts mehr zu verbessern sei“, erklärte die 22-jährige Hochspringerin. „Aber als dann der Wettkampf begann, passte gar nichts mehr.“ Bei ihren Sprüngen riss sie mit den Fersen und kam nicht richtig über die Stange.

„Direkt nach dem Wettkampf war ich sehr niedergeschlagen“, sagte Honsel am Sonntag. Doch da ging es dann schon wieder ein wenig besser. „Es sollte nunmal einfach nicht sein an diesem Wochenede“, sagte sie.

Honsels Favoritin hat gewonnen

Gewonnen hat Marie-Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart 1893), als die Latte im Hochsprung bei 1,90 Meter im dritten Versuch liegen blieb. Sie war auch für Honsel die Favoritin. Zu diesem Zeitpunkt war neben der Serien-Siegerin auch noch Imke Onnen (Hannover 96) im Wettbewerb. Die Deutsche Hallenmeisterin, die wie Jungfleisch schon die WM-Norm erfüllt hat, riss anschließend ihren letzten Versuch über diese Höhe – Silber. Allein im Wettbewerb versuchte sich Marie-Laurence Jungfleisch nochmals vergeblich an der Norm für Doha von 1,94 Metern. Der siebte Titel in Folge war ihr aber sicher. Über Bronze freute sich Lavinja Jürgens mit Einstellung ihrer Freiluft-Bestleistung (TSV Kranzegg; 1,84 Meter), bei der U20-EM in Boras (Schweden) hatte sie zwei Wochen zuvor als Vierte noch knapp das Podium verpasst.

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