Auf Schermbeck, die Hardt und Co. wartet ein schwieriger Start

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Auf die überkreislich spielende Mannschaften wartet ein Start, der es in sich hat. Die ersten Spiele könnten bereits zeigen, wohin die Reise für Schermbeck, Hardt, Deuten und Gahlen geht.

von Niklas Berkel

Dorsten, Schermbeck

, 15.02.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Wintervorbereitung neigt sich dem Ende zu. Endlich. Die fußballfreie Zeit ist vorbei. Zumindest die pflichtspielfreie.

Zeit, die Vorbereitung der heimischen Vereine zu bewerten. Alle vier überkreislich spielenden Mannschaften Dorstens stehen direkt beim Start vor richtungsweisenden Spielen.

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck

Als klassenhöchster Fußballverein der Dorstener Sportszene setzte der SV Schermbeck in der Wintervorbereitung alles daran, die Grundlagen für das Ziel Klassenerhalt zu schaffen. In der Oberliga Westfalen hat der Aufsteiger derzeit vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz − allerdings auch noch zwei Spielen in der Hinterhand.

In den ersten beiden Spielen gegen den Holzwickeder SC und den FC Gütersloh kann Schermbeck einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Holzwickede hat gerade einmal einen Punkt mehr als der SVS, Gütersloh ist Tabellenletzter. Umso wichtiger war es dem Trainer Thomas Falkowski, eine vernünftige Vorbereitung zu spielen.

„Ich bewerte die Pause sehr positiv“, sagt Falkowski. In den Testspielen ging es sowohl gegen klassenhöhere Teams, als auch gegen niedrigere. Gegen die Westfalenligisten Hordel (2:1), Wanne-Eickel (1:0) und den U19-Bundesligisten MSV Duisburg (4:3) gewann der Oberligist jeweils. Gegen die Regionalligisten Gladbach II (2:3) und RW Oberhausen (1:4) verloren die Schermbecker.

Außerdem testete Falkowski ein neues System mit einer Abwehrdreierkette, die in der Defensive zur Fünferkette wird. Ist das Experiment in der Sommervorbereitung noch gescheitert, hat sich die Dreierkette in der Wintervorbereitung zur echten Alternative entwickelt. „Wir sind nun variabler“, lobt Falkowski.

Auf Schermbeck, die Hardt und Co. wartet ein schwieriger Start

Marc Schröter wird dem SV Schermbeck noch einige Wochen fehlen. © Joachim Lücke

Mit Ivan Benkovic, Yannick Goeke, Philipp Winkler und Michel Abelmann haben vier Spieler den Kader Falkowskis verlassen. Mit Tolga Cengelcik (Horst-Emscher) kam lediglich ein neuer hinzu. Probleme erwartet Falkowski durch den kleineren Kader nicht. Vielmehr erhofft er sich eine intensivere Trainingsleistung. „Im Training können wir nun noch detaillierter arbeiten“, sagt er.

Größter Wermutstropfen: die Verletzung von Angreifer Marc Schröter. Aufgrund eines Bruchs am Handgelenk fehlt der Torjäger noch mindestens vier bis sechs Wochen.

Landesliga 4

SV Dorsten-Hardt

Einen neuen Trainer durften die Landesliga-Fußballer des SV Dorsten-Hardt beim Start der Wintervorbereitung begrüßen: Martin Stoetzel übernahm von Marc Wischerhoff. Die Hardter Verantwortlichen erhoffen sich eine Reaktion der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach 17 Spieltagen steht der SV Hardt mit dem Rücken zur Wand. Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze derzeit. Den ersten davon hat der SuS Stadtlohn inne − der Verein, den Strotzel zuletzt trainierte.

Bereits im ersten Spiel wartet mit Viktoria Heiden ein richtungsweisender Gegner. Die Heidener sind derzeit Elfter, im Hinspiel unterlag die Hardt noch 0:3.

Einen Trend lässt sich aus der Vorbereitung des SV Hardt nicht lesen. Lediglich zweimal testete der Landesligist. Gegen den Bezirksligisten Vestia Disteln verlor die Hardt mit 0:2, gegen RW Deuten gewann sie dafür deutlich mit 4:0.

Bezirksliga 11

SV RW Deuten

Die Vorbereitung des Bezirksliga-Tabellenführers offenbarte Licht und Schatten. Gegen den A-Kreisligisten BW Wulfen gewann Deuten im Test klar mit 7:0. Gegen den Landesligisten SV Hardt (0:4) und den Bezirksligisten Vestia Disteln (1:5) setzte es dagegen klare Niederlagen. Demgegenüber stehen ein weiterer Sieg (2:1; BV Rentfort) und eine weitere Pleite (2:3; Hönnepel-Niedermörmter).

Selten konnte Deutens Trainer Frank Frye mit seinem kompletten Kader trainieren. Schon in der Hinrunde hatten die Rot-Weißen regelmäßig mit Personalproblemen zu kämpfen. Durch die Verpflichtungen von Eugen Fell (TSV Marl-Hüls) und Niklas Polhuis (DJK Klosterhardt) hat Deuten seinen Kader aufgestockt.

Auf Schermbeck, die Hardt und Co. wartet ein schwieriger Start

Nils Falkenstein (r.) und der SV Rot-Weiß Deuten wollen auch am Saisonende jubeln. © Ralf Pieper

Ob der Tabellenführer (derzeit ein Punkt Vorsprung auf Eintracht Coesfeld) auch bis zum Ende der Saison um den Aufstieg mitspielen wird, werden die ersten Spiele zeigen. Direkt im ersten Spiel wartet eine große Herausforderung auf die junge Deutener Elf. Auswärts muss sie am Sonntag bei der TSG Dülmen ran. „Wir sind gespannt, wie wir aus den Startlöchern kommen“, sagt Deutens Trainer Frank Frye. „Alle starten bei null.“

TuS Gahlen

Überhaupt nicht zufrieden mit der Vorbereitung ist Gahlens Trainer Dirk Cholewinski. Seine Elf spielt in der Bezirksliga 11 um den Klassenerhalt. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz bislang. Mit dem ersten Spiel nach der Winterpause in Merfeld kann Gahlen einen großen Schritt machen. Merfeld hat nur einen Punkt mehr als die Gahlener.

Auf Schermbeck, die Hardt und Co. wartet ein schwieriger Start

Für Anton Koetter (l.) und den TuS Gahlen geht es ausschließlich um den Klassenerhalt. © Joachim Lücke

Die Vorbereitung lief dafür aber nicht nach Cholewinskis Geschmack. „Wir hatten nur zwei Testspiele, das ist definitiv zu wenig.“ Gegen den A-Kreisligisten TuS Velen gewann der TuS (1:0), gegen dessen Ligakonkurrenten RC Borken-Hoxfeld gab es ein Remis (3:3). Auch im Training konnte Cholewinski witterungsbedingt nicht so arbeiten, wie er sich das vorstellte. „Aufgrund unseres kleinen Kaders konnten wir auch keine Testspiele kurzfristig unter der Woche ansetzen“, sagt er. „Das wird in Merfeld ein schwieriger Start.“

Veränderungen im Kader gab es beim TuS lediglich eine: Orkan Güclü trainierte bereits in der Hinserie mit und ist ab dem 24. Februar spielberechtigt.

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