In der 1. Regionalliga gibt es Redebedarf

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Der Saisonstart ist verschoben. Doch was geschieht mit der 1. Regionalliga? Das Aushängeschild des Westdeutschen Basketball-Verbandes ist schon seit Ende September am Ball.

Dorsten, Wulfen

, 21.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) am Dienstag die Verschiebung des Saisonstarts auf Januar 2021 verkündete, bezog sich das auf alle Jugend- und die Seniorenligen unterhalb der Regionalliga. Mit den Regionalliga-Clubs bespricht der Verband die Lage in einer virtuellen Konferenz am kommenden Dienstag. Wie gehen die BG Dorsten und der BSV Wulfen in diese Diskussion?

„Im Großen und Ganzen halte ich die getroffene Entscheidung für absolut richtig“, erklärte BSV-Vorsitzender Christoph Winck am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion. Schon in der Video-Konferenz am Montag habe er gesagt: „Wenn Angela Merkel die Bevölkerung auffordert, zuhause zu bleiben, können wir im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht hingehen und einen Ligabetrieb mit einer drei- bis vierstelligen Zahl von Spielen starten.“

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Bei den Regionalligen sehe es anders aus: „Das wäre eine überschaubare Zahl von rund 20 Spielen, wenn die Damen und die 2. Regionalliga dabei wären.“ Für die 1. Regionalliga glaube er nach den bisherigen Erfahrungen, „dass ein Spielbetrieb möglich ist“. Allerdings gebe es eine Einschränkung: „Bei den Besprechungen im August waren sich die Clubs einig, dass eine Saison ganz ohne Zuschauer nicht durchzuhalten ist. Jetzt sind wir fast so weit. In den Jugendbundesligen wird schon ohne Publikum gespielt.“

Zumindest für das zuschauerträchtige Derby zwischen BG und BSV am 14. November, könnte sich Winck auch eine Verschiebung vorstellen: „Im Sinne der Zuschauer, von denen zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht mehr in die Halle dürfen. Doch das muss alles am Dienstag besprochen werden.“

“Verschiebung ist eine Wette auf die Zukunft“

Das Vielleicht bei solchen Überlegungen gibt wiederum Thomas Klings, dem Vorsitzenden der BG Dorsten, zu denken: „Eine Verschiebung ist immer eine Wette auf die Zukunft. Wer weiß, ob es in vier oder acht Wochen tatsächlich besser aussieht? Ich bin da hin- und hergerissen. Das müsste man mal durchdenken.“

Bislang habe der Spielbetrieb in der 1. Regionalliga aber gezeigt, „dass wir es noch können“. Bei allem Risiko gebe es klare Regeln seitens des WBV. „Bis heute“, so Klings, „hat es ja auch noch keine Spielausfälle gegeben. Es gibt also keine Anzeichen, dass die Regionalliga besonders betroffen wäre. Außerdem tun wir alle unser Möglichstes für den Schutz der Beteiligten.“ Auch in anderen Sportarten werde schließlich noch gespielt.

“Der Sport lebt von den Spielen“

Die Verschiebung des Saisonstarts in den restlichen Ligen schmerzt den BG-Vorsitzenden in einer Hinsicht: „Für den Sport an sich ist das natürlich nicht gut. Der lebt letztendlich von den Spielen. Dafür trainieren die Aktiven ja.“ Trotzdem habe kein Weg an der Entscheidung vorbei geführt: „Für den gesellschaftlichn Beitrag der Sportler in diesen Zeiten war es einfach sinnvoll.“

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Am Samstag stehen erst einmal die Partien des fünften Spieltags an. Wulfen empfängt um 20.30 Uhr die BG Hagen, Dorsten muss um 19.30 Uhr bei der BBG Herford ran. Bei beiden Spielen sind maximal nur noch 100 Personen in der Halle erlaubt, Mannschaften, Schiedsrichter und Helfer inclusive. Für den BSV bedeutet das: Wenn die Dauerkarteninhaber ihr Recht wahrnehmen, gibt es keine weiteren Tickets.

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