Bei der Deutschen Senioren-Meisterschaft: Egon Kleine-Homann gewinnt Silber

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Doch die sportlichen Leistungen stellte das Karrierende eines Sportlers in den Schatten. "Guido Müller hat so viele Rekorde aufgestellt", sagte der Dorstener Kleine-Homann.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Bei der Deutschen Leichtathletik-Seniorenmeisterschaft in Leinefelde (Thüringen) lief der Dorstener Egon Kleine-Homann über 200 und 400 Meter Jahresbestzeit. Im Speerwerfen verpasste er nur knapp eine Medaille. Beim Kugelstoßen gewann er Silber. Wobei für Kleine-Homann auch beim Speerwurf mehr drin gewesen wäre, als Platz vier. Sein bester Wurf hatte die nötige Weite, war aber ungültig, weil sein Speer nicht mit der Spitze zuerst aufkam. So zählte nur sein Wurf über 33,09 Meter, der zu Platz vier reichte.

Spannendes Kugelstoßen

Spannend war es für Kleine-Homann auch beim Kugelstoßen. Platz eins war nur schwer zu erreichen, weil Felix Mohr bereits mit seinem ersten Wurf mit weit über 11 Meter vorlegte. Im Duell um Platz zwei konkurrierten Kleine-Homann und Lutz Vorbach. Vorbach legte erst 10,93 Meter vor, die der Dorstener mit 10,94 Meter konterte. Den zweiten Wurf Vorbachs über 11,12 Meter konterte Kleine-Homann dann mit 11,18 Meter, was zu Platz zwei reichte. „Geht das schon wieder los...“, rief Vorbach, der sich bereits bei der Hallenmeisterschaft mit Kleine-Homann duellierte und knapp verlor.

„Das war ein rührender Moment für alle, die da waren.“ Egon Kleine-Homann, Dorstener Leichtathlet

Doch alle sportlichen Leistungen gerieten in den Hintergrund. Mit Guido Müller verabschiedete die Leichtathletik-Gemeinde einen der begnadesten Läufer in seinem Alter. „Guido hat so viele Rekorde aufgestellt“, sagte Kleine-Homann, „das war ein rührender Moment für alle, die da waren.“ Bei seinem letzten 200 Meterlauf lief Müller als Dritter ins Ziel. Damit was danach passierte, hatte er nicht gerechnet. Alles war vorbereitet, die ganze Leichtathletikgemeinde war informiert. Zusammen verabschiedeten sie ihn, der jahrzehntelang die Strecken von 100 bis 400 Meter dominierte. Gemeinsam liefen Müller und seine Kontrahenten Hand in Hand ins Ziel.

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