Ben Atkinson ließ auf Schalke den Ball rollen

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Einmal bei einem Champions-League-Spiel mit den Profis ins Stadion laufen? Für den siebenjährigen Ben Atkinson aus Holsterhausen wurde dieser Traum am Mittwoch wahr.

von Niklas Berkel

Dorsten

, 22.02.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diesen Tag wird Ben Atkinson in seinem Leben wohl nicht mehr vergessen. Beim Hinspiel des Champions-Leauge-Achtelfinals zwischen dem FC Schalke 04 und Manchester City durfte der junge Holsterhausener am Mittwochabend als eines der „Santander Referee Escort Kids“ den Spielball in die Arena tragen. „Das war schon besonders für mich“, sagt Ben. Der siebenjährige Schalke-Fan nahm an einem Gewinnspiel teil, das in dieser Zeitung erschien. „Wir mussten schreiben, warum Ben das unbedingt möchte und warum er es verdient hätte“, sagt sein Vater Kevin Atkinson.

Und auf diese Fragen hatte der Grundschüler eine Menge Antworten zu bieten: Nicht nur, dass seine gesamte Freizeit aus Fußball besteht, er ist auch von ganzem Herzen Fan von Schalke 04. „Meine Lieblingsspieler sind Guido Burgstaller, Daniel Caligiuri, Nabil Bentaleb und Amine Harit“, sagt Ben. „Er geht mit dem Ball in seinem Armen schlafen und wacht mit ihm auch wieder auf“, sagt sein Vater lachend.

Fußball spielt der Kleine auch schon, beim Verein in seinem Dorf, dem BVH Dorsten. Und wie sollte es anders sein? Einer seiner Trainer ist sein Vater Kevin.

Papa ist United-Fan

Kevin Atkinson ist ebenfalls ein großer Fußball-Fan. Der gebürtige Engländer drückt aber keinem deutschen Verein die Daumen. „Ich bin Manchester-United-Fan“, erklärt er. Insofern war das Spiel auch für ihn ein besonderes. Zum einen, weil er seinen Sohn zur Champions-League-Hymne einlaufen sah, und zum anderen ist Manchester City einer der größten Rivalen seines eigenen Lieblingsvereins United.

Er war es auch, der Ben mit ins Stadion begleitete. Bereits um 17 Uhr ging es für alle Einlaufkinder los. Um 17.45 Uhr probten diese den Einlauf. Da wusste noch keiner, wer wen an die Hand nehmen oder den Ball ins Stadion tragen darf. Danach gaben die Eltern ihre Kinder ab. Diese wurden dann durchs Stadion geführt und machten eine Reise durchs Schalke-Museum. „Im Museum war es total cool“, sagt Ben. „Da konnten wir viele Kopien von Pokalen sehen, die Schalke mal gewonnen hat.“

Schalkes Kampf blieb unbelohnt

Um 20.35 Uhr war es dann soweit: der große Moment. Ben erfuhr, dass er den Ball mit dem Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande auf den Rasen bringen darf. Ob er ein bisschen traurig war, dass er keinen seiner Lieblingsspieler in die Arena führen durfte? „Nein. Dass ich den Ball hatte, war auch echt gut“, sagt er.

Ein bisschen traurig war Ben dann nach dem Abpfiff. Trotz einer leidenschaftlichen und starken Partie verloren seine Schalker knapp. Auch, weil dem ehemaligen Schalker Leroy Sané kurz vor dem Abpfiff ein Traumtor gelang.

Aber wer weiß? Vielleicht hatte der kleine Ben, da schon vorher seine Finger im Spiel. Denn vor dem Abpfiff kam Leroy Sané auf ihn zu, drückte ihm seine Hände auf die Schulter und flüsterte ihm ein paar Worte zu. Auch wegen dieser Begegnung wird Ben Atkinson diesen Tag wohl nie vergessen.

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