BG Dorsten muss zum Schlusslicht, BSV Wulfen empfängt den Tabellenführer

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Unterschiedlicher könnten die Aufgaben für die BG Dorsten und den BSV Wulfen nicht sein: Die einen müssen zum Schlusslicht, die anderen empfangen den Spitzenreiter.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Dorsten, Wulfen

, 15.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Beim Tabellenletzten ETB Wohnbau Miners hoffen die Regionalliga-Herren der BG Dorsten auf einen Sieg. Die Personallage hat sich seit Mittwoch ein wenig verbessert.

1. Regionalliga West

ETB Wohnbau Miners - BG Dorsten

Sa. 19.30 Uhr, SH Am Hallo, Ernestinenstraße 57, 45141 Essen.

Ein Einsatz Mike Nwabuzors steht noch in den Sternen. Der Amerikaner darf in den nächsten Monaten erst einmal nichts essen, bei dem er fester zubeißen muss. Er hat die Zahnverletzung fotografisch festgehalten, und der Anblick ist nur etwas für Hartgesottene. Nwabuzor bekommt nun eine Schiene, doch ob er spielen kann, wird er wohl erst kurz vor dem Spiel wisssen.

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Ganz klar ist, dass Sam Egedi wieder mit von der Partie ist, der seine Sperre von vier Spielen abgesessen hat. Rene Penders könnte eventuell ein paar Minuten aushelfen, doch auch da wartet Trainer Franjo Lukenda noch bis zum Samstag.

Der Trainer war sehr stolz, wie sich sein Team gegen die BG Hagen verkauft hat: „Die jungen Spieler haben gezeigt, dass man sich auf sie verlassen kann. Sie alle haben ihre Aufgaben erfüllt.“ Zudem lobte er auch die beiden Routiniers Willi Köhler und Nderim Pelaj: „Die beiden haben sich nicht gehen lassen, sondern die jungen Spieler geführt.“

Essen hat noch nachgerüstet

So etwas will er auch beim Tabellenletzten sehen. In der Sporthalle Am Hallo trifft die BG Dorsten auf fast dasselbe Team wie in der Hinrunde. Da haben die Dorstener gemerkt, dass sie sich selbst bei einem hohen Vorsprung nicht gehen lassen dürfen. Die Essener haben sich noch mit Center Michael Agyapong verstärkt. Lukenda warnt: „Das zeigt, dass Essen sich würdig aus der Liga verabschieden will.“

BSV Wulfen - RheinStars Köln

Sa. 20 Uhr, SH Gesamtschule Wulfen, Schultenfelder Allee/Midlicher Kamp.

Im Heimspiel gegen Tabellenführer RheinStars Köln haben die BSV Münsterland Baskets Wulfen am Samstagabend nichts zu verlieren.

Gäbe es keine Play-offs, hätten die Kölner mit einem Sieg in Wulfen ihr Meisterstück machen können. So müssen sie sich noch ein wenig gedulden. Immerhin geht es für die Gäste aber darum, sich Platz eins und damit die günstigste Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Auf unmotivierte RheinStars kann Wulfen also am Samstagabend nicht bauen.

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Das können sich die Kölner Spieler aber auch schon deshalb nicht erlauben, weil Manager Stephan Baeck (Foto) bei jeder Partie mit auf der Bank sitzt. Der Europameister von 1993 hat das Projekt der RheinStars 2013 mit aus der Taufe gehoben und ist bis heute dessen treibende Kraft. Ziel war es seinerzeit, binnen fünf Jahren wieder in die 1. Bundesliga zurückzukehren und dort um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu können. Davon und von den Glanzzeiten eines BSC Saturn Köln sind die RheinStars noch ein gutes Stück entfernt. In der 1. Regionalliga stellen sie aber ein Ausnahmeteam dar, von dem Dorstens Rene Penders sagt: „Die kannst du eigentlich nicht schlagen.“

Die BSV Münsterland Baskets werden es natürlich trotzdem versuchen und können das in Bestbesetzung tun. Ein Sieg gegen den Spitzenreiter wäre genau der Big Point, den der BSV im Kampf um die Play-offs unbedingt noch braucht.

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