BG Dorsten hat das Halbfinale vor der Brust – und das Derby gegen den BSV im Hinterkopf

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Die BG Dorsten trifft am Donnerstagabend auf die RheinStars Köln im Halbfinale des WBV-Pokals. Im Hinterkopf hat die BG aber auch schon das Derby am Samstag gegen den BSV Wulfen.

von Ralf Weihrauch

Holsterhausen

, 05.03.2020, 06:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur fünf Tage nach der Meisterschafts-Niederlage gegen die RheinStars sind die RheinStars Köln am Donnerstagabend zum Pokal-Halbfinale wieder der Gegner der BG Dorsten. Es wäre aber nicht richtig, zu behaupten, dass die Karten in dieser Partie neu gemischt würden. Denn die BG hat unter anderem schon das Derby gegen den BSV Wulfen am Samstag im Hinterkopf.

WBV-Pokal Halbfinale

BG Dorsten - RheinStars Köln

Dorstens Trainer Franjo Lukenda geht davon aus, dass er mit der gleichen Mannschaft spielt wie beim 79:93 am Sonnabend gegen die Kölner: „Ich will aber erst das Training am Mittwochabend abwarten, um zu sehen, wen ich wirklich dabei habe.“ Vielleicht wird ja auch der ein oder andere Spieler für das Derby am Samstag noch geschont.

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Der ehemalige Wulfener Spieler Rene Penders wird gegen Köln und damit auch im Derby wohl wieder mit von der Partie sein. Er soll ein wenig Spielpraxis erhalten, damit er vor allem für das Derby eine ernste Option ist. Die Folgen seines operativen Eingriffs sind abgeklungen, sodass er wohl uneingeschränkt aufspielen kann. Gerrit Budde wird dagegen weiter pausieren, ist aber ein Sonderfall.

Vieles deutet auf ein Karrierende hin - Abschiedsspiel im Derby?

Mittlerweile deutet alles darauf hin, dass er in der kommenden Saison wohl kein Basketball mehr spielen wird. Lukenda sagt: „Gerrit weiß, dass ich nicht mehr mit ihm plane, er soll aber einen schönen Abschied vom aktiven Sport bekommen. Ich hoffe, dass er der BG Dorsten in anderer Form erhalten bleibt.“ Eins seiner letzten Spiele würde Budde wohl gerne gegen den BSV im Derby machen. Nicht unwahrscheinlich, dass er da noch einmal alle seine Kräfte für spart.

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Der verletzte Mike Nwabuzor könnte bereits gegen Köln wieder eine Alternative sein, aber auch bei ihm ist das Derby schon im Hinterkopf. Die Entscheidung über ein Mitwirken des Amerikaners im Pokal liegt zu 50 Prozent bei ihm selber und zu 50 Prozent bei den Ärzten.

Rene Penders (v.l.) und Mike Nwabuzor fehlten lange verletzt. Spätestens im Derby am Samstag sollten sie aber einsatzbereit sein.

Rene Penders (v.l.) und Mike Nwabuzor fehlten lange verletzt. Spätestens im Derby am Samstag sollten sie aber einsatzbereit sein. © Ralf Pieper

Bereits in Form für das Derby am Sonntag sind die Dorstener Nderim Pelaj und Nainoa Schmidt. Am vergangenen Samstag im Ligaspiel gegen Köln zeigte Pelaj ein großartiges Spiel auf der Nwabuzor-Position. Auch Nainoa Schmidt spielte sehr stark: „Mike ist sicher nicht voll und ganz zu ersetzen, doch wenn die beiden wieder so auftrumpfen wie im ersten Spiel, habe ich eine Sorge weniger“, sagt BG-Trainer Lukenda deshalb. Ein möglicher Ausfall Nwazubors wäre dann auch im Derby aufzufangen.

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Doch zuvor steht für die BG trotzdem noch das Pokalspiel an: Die Kölner waren am Samstag nicht zufrieden mit ihrem Auftritt. Ihr Coach Johannes Strasser nannte auf der vereinseigenen Homepage die Leistung seines Teams „mittelmäßig bis schlecht“ und forderte für die Pokalpartie eine Steigerung. Nach zwölf Liga-Siegen in Serie wollen die RheinStars ins Finale. Auf die BG wartet ein also wohl hochmotivierter Gegner.

BG hofft auf die Pokalatmosphäre

Lukenda selber sieht auch bei seinem Team noch Steigerungspotenzial unabhängig von der personellen Situation. Vor allem hat ihn die hohe Zahl von 23 Ballverlusten geärgert: „Köln kann wahrscheinlich besser spielen, wir aber auch. Vielleicht verhilft uns die Pokalatmosphäre und der Donnerstagabend-Termin zu einer Überraschung.“ Schonen werden sich zumindest die Spieler, die auf dem Platz stehen werden, für das Derby nicht.

Do 20.00, KIA Baumann Arena, Juliusstraße.

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