BW-Wulfen-Stürmer: Wechsel zum SV Lippramsdorf statt Auslandsstudium

mlzFußball

Eigentlich wollte Nicolas Grewe seinen Master im Ausland machen. Nun hat sich der Stürmer umentschieden – bleibt aber trotzdem nicht bei seinem alten Verein BW Wulfen.

Wulfen, Lippramsdorf

, 29.07.2020, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Daniel Schikora, Trainer des A-Kreisligisten BW Wulfen, die Neuzugänge und Abgänge für die kommende Saison mitteilte, nannte er auch Nicolas Grewe als Abgang. Grewe höre wegen eines Auslandsstudiums auf, sagte Schikora. Das Coronavirus veränderte die Situation aber auch für ihn. Nun wechselt er zum Bezirksligisten SV Lippramsdorf. Grewe erklärt, was ihm zum Umdenken bewogen hat.

Jetzt lesen

„Ich hatte bereits die Zusage für ein Studium im Ausland und richtig Lust drauf“, sagte Nicolas Grewe. Doch dann kam das Coronavirus. „Ich hatte dann hinterfragt, ob ich wirklich einen Master brauche.“ Am Ende stand die Erkenntnis, dass er ihn nicht brauche.

Der Kontakt brach nie ab

Der Stürmer hat sich daraufhin auf mehrere Stellen beworben. „Es war aber klar, dass ich umziehen werde.“ Deswegen ging er weiterhin nicht davon aus, in der Nähe Fußball spielen zu können. Um sich fit zu halten, trainierter er aber seit einem Monat beim SV Lippramsdorf mit.

Der Bezirksligist wollte Grewe bereits im vergangenen Sommer verpflichten, da entschied er sich aber weiterhin für Wulfen die Schuhe zu schnüren. Der Kontakt brach nie ab.

Jetzt lesen

Als dann klar wurde, dass Grewe eine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Herne beginnen würde, musste er auch nicht lange überlegen, wo er weiterhin Fußball spielen wolle. „Wulfen war zwar auch eine Möglichkeit, aber ich wollte es noch einmal eine Liga höher probieren“, sagt er. „Ich habe jetzt mehr Zeit, da hat es mich gereizt.“

Schikora findet Grewes Entscheidung „schade“

Wie lange der Stürmer für den LSV auf Torejagd gehen wird, steht allerdings noch nicht fest. Demnächst zieht er trotz der Stelle in Herne nach Mönchengladbach. „Ich werde am Anfang pendeln. Dann wird man sehen, wie das funktioniert.“

Sein nun alter Trainer Daniel Schikora findet Grewes Entscheidung „schade“, kann sie aber verstehen: „Wir haben von Anfang an offen miteinander kommuniziert. Er konnte nicht zu- und nicht absagen, deswegen haben wir ohne ihn geplant. Wäre er dabei geblieben, hätten wir ihn gerne behalten. Dass er sich für ein paar Monate noch mal in der Bezirksliga probieren will, kann ich verstehen.“

Der Torjäger, der halbe Sachen macht

Grewe wechselte im Jahr 2018 vom damaligen C-Kreisligisten BW Lavesum nach Wulfen. In seiner ersten Kreisliga-A-Saison schoss er stolze 32 Tore. Grewe wechselte auf Empfehlung seines Trainers bei Lavesum, Maik Dombrowicz, der nun die Wulfener Reserve coacht. Eine damalige Wette eines Wulfener Freunds von Dombrowicz sorgte zudem für ein launiges Versprechen.

Doch in der vergangenen Saison konnte Grewe seine Torgefahr nicht mehr nachweisen. Der Grund war eine schwere Verletzung am Knie, die er sich am Anfang der Saison 2019/20 zuzog. Erst kurz vor dem Saisonabbruch aufgrund des Coronavirus‘ stand er wieder auf dem Trainingsplatz.

Jetzt lesen

Zurzeit fühlt sich der Stürmer aber wieder „super“. Derzeit laboriere er zwar an einer kleinen Zerrung, „die ist aber keine Rede wert“. Das Knie hält, versichert Grewe. „Einzig konditionell habe ich am Anfang noch ein bisschen hintergehinkt.“

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt