Christian Martschat verlässt den SuS Hervest-Dorsten - Alessandro Roccaro übernimmt

mlzFußball: Kreisliga A

Kurz vor dem 100-jährigen Vereinsbestehen kämpft A-Ligist SuS Hervest gegen den Abstieg. Durch die Entlassung des bisherigen Trainers soll nun noch einmal ein neuer Impuls gesetzt werden.

Hervest

, 11.04.2019, 16:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der A-Kreisligist SuS Hervest-Dorsten und Trainer Christian Martschat gehen ab sofort getrennte Wege. Die Trennung erfolgte in beiderseitigem Einvernehmen, erklärte der Vereinsvorsitzende Kay Cipa. „Wir haben uns darauf geeinigt, die ganze Sache zu beenden.“ Für die restlichen sechs Ligaspiele kann der Verein auch schon einen Ersatz präsentieren: Geschäftsführer Alessandro Roccaro übernimmt die Mannschaft als Interimstrainer. Unterstützt wird er dabei von Muhammed Acar als Co-Trainer.

Mit dem Trainerwechsel „versuchen wir, noch mal alles aus den Spielern herauszukitzeln“, sagte Kay Cipa. Roccaro und Acar sollen nun „einen neuen Impuls setzen“. Auch die Hervester Spieler wurden bereits über das Ausscheiden ihres Trainers in Kenntnis gesetzt. „Sie wollen nun noch mal alles probieren.“

Hervest-Dorsten steckt „in einer blöden Situation“

Denn der Hervester Verein feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen, und der Zeitpunkt könnte kaum schlechter sein. Aktuell steht die erste Mannschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die letzten beiden Teams steigen ab. Derzeit beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz fünf Punkte. Hervest-Dorsten hat noch sechs Spiele, um Fenerbahce Marl oder den SV Altendorf-Ulfkotte zu überholen, die punktgleich auf Platz 13 und 14 stehen.

Das Spiel am vergangenen Wochenende - die letzte Partie von Christian Martschat - endete mit einer Klatsche. Dem Tabellenführer Borken-Hoxfeld unterlag die Mannschaft mit 0:8. „Der Verein will einen neuen Impuls setzen“, erklärte auch Christian Martschat die Trennung zwischen ihm und den Hervestern. Durch die aktuelle Lage in der Liga stehe der Verein „in einer blöden Situation“, sagte er: „Der Verein geht vor.“

„Ich habe vollsten Respekt für diesen tollen Verein“

„Ich habe eine schöne Zeit gehabt“, sagte Martschat. „Es hat viel Spaß gemacht.“ Im letzten Jahr habe sein Team noch „eine gute Saison gespielt“. Für die Entscheidung des Vereins, in der jetzigen Situation und mit Blick auf das Jubiläum noch mal alles zu versuchen, um den Abstieg zu verhindern, zeigte er Verständnis. „Dass die Trainerfrage als erstes gestellt wird, ist das Geschäft“, erklärte er. Dennoch sei auch für ihn die Trennung nicht leicht gewesen. „Eine Trennung ist nie einfach.“ Er betonte auch, dass es „kein böses Blut“ zwischen den Verantwortlichen und ihm gebe. „Ich habe vollsten Respekt für diesen tollen Verein.“ Kay Cipa betonte, dass nicht der Trainer für die sportlich prekäre Situation verantwortlich ist: „Es lag nicht am Trainer.“

Wer in der kommenden Saison beim SuS Hervest-Dorsten auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch nicht geklärt. „Wir haben ja jetzt Zeit, uns umzusehen“, sagt Kay Cipa. Gespräche mit möglichen neuen Trainern gab es noch nicht. Doch „ein paar Kandidaten hat man immer so“, erklärt er. Wer genau auf seiner Liste steht, wollte er jedoch nicht verraten. „Wir fangen jetzt mit den Gesprächen an.“

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