Neustart am Nürburgring?

mlzMotorsport

Das Coronavirus hält die Menschheit weiter in Atem, und auch am Nürburgring stehen aktuell noch immer die Räder still. Noch. Denn die Macher am Ring arbeiten an kreativen Ideen und Lösungen.

Schermbeck, Dorsten

, 25.05.2020, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Damit Fahrer wie der Schermbecker Moritz Oberheim oder der Dorstener Oliver Sprungmann und die vielen tausend Fans weltweit nicht gänzlich auf die faszinierende Rennaction der Nordschleife verzichten müssen, hat die VLN als Organisation hinter der Rennserie als ersten Schritt eine virtuelle Version der beliebten Langstrecken-Serie organisiert.

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Seitdem stehen sie im ständigen Austausch mit den verantwortlichen Stellen, um den weiteren möglichen Saisonverlauf zu planen. In einem angepassten Terminkalender stehen für aktuelle Saison inzwischen acht Rennen, mit dem geplanten Saisonstart am 27. Juni.

Doppelveranstaltung ist ein Novum

Als absolutes Novum der Seriengeschichte soll es am 11. und 12. Juli eine Doppelveranstaltung und am 21. November das Saisonfinale geben. Auch für das Nordschleifenhighlight, das „ADAC TOTAL 24h-Rennen“ wurde mit dem 24.-27. September ein neuer Termin gefunden.

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Für die praktische Umsetzung arbeitet die VLN mit Hochdruck an einem Durchführungskonzept, bei dem natürlich der Infektionsschutz absolute Priorität hat. Ende April fand dazu am Nürburgring ein Termin der VLN mit Professor Martin Exner und Dr. Jürgen Gebel vom Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn statt. Dabei ging es um die notwendigen Voraussetzungen, um unter Corona-Bedingungen Rennen am Nürburgring durchführen zu können. Das Institut hat am 12. Mai ein schlüssiges Gutachten erstellt, dem inzwischen auch die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) zugestimmt hat.

Keine persönlichen Kontakte und keine Menschenmassen

Die wichtigsten Bausteine darin: Minimierung persönlicher Kontakte und Vermeidung von Menschenansammlungen. Die Rennen sollen vorerst auch ohne Zuschauer stattfinden. An der Nordschleife werden die Parkplätze und gängigen Besucherpunkte geschlossen und von Ordnungspersonal überwacht.

In sportlicher Sicht sieht das VLN-Konzept unter anderem vor, die Boxenanlage komplett zu schließen und den Teams dafür in dem weitläufigen Fahrerlager-Areal separate Bereiche zuzuweisen. Das Betanken der Rennboliden erfolgt wie bisher an den Zapfsäulen in der Boxengasse. Die Zugangskontrolle findet kontaktlos statt, und es gilt eine generelle Maskenpflicht, ergänzt durch eine konsequente Umsetzung der wichtigen Hygienemaßnahmen.

Alle erforderlichen Unterlagen wurden dem Land Rheinland-Pfalz und den örtlichen Stellen zur Genehmigung vorgelegt. Nun wartet die gesamte VLN-Gemeinde auf eine baldige, positive Entscheidung.

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