Darum fuchst Frank Frye Deutens freies Wochenende

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Landesligist Rot-Weiß Deuten hat am kommenden Wochenende spielfrei. Der Trainer zieht ein erstes Fazit.

von Niklas Berkel

Deuten

, 03.10.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer hätte damit gerechnet? Nach acht Spielen ist Aufsteiger Rot-Weiß Deuten Tabellenvierter in der Fußball-Landesliga, hat bereits jetzt sieben Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Spielerisch hält der Aufsteiger nicht nur mit etablierten Mannschaften mit, er dominiert sie meist sogar. Doch etwas passt Trainer Frank Frye nicht in den Kram.

„Wir sind in einer 15er-Liga. Irgendjemand hat immer mal spielfrei“, gesteht er murrend ein. Für das kommende Wochenende trifft das die Deutener. „Wir kommen dadurch aus unserem Rhythmus“, sagt Frye. Der Rhythmus, in dem Deuten doch gerade so gut drin ist.

Kein neues Saisonziel

„Okay, was heißt, wir sind gut drauf?“, fragt Frye. Vor dem Sieg gegen die SG Borken (2:0) am vergangenen Sonntag verloren die Deutener zweimal, gegen den SV Hardt (1:2) und gegen Eintracht Ahaus (2:4). Doch Deuten war in beiden Partien keineswegs die schwächere Mannschaft, bestach vor allem in den ersten fünf Partien (zwei Siege, drei Unentschieden) mit teilweise tollen Kombinationen und einer sattelfesten Abwehr. Und gegen Borken konnte Deuten in Halbzeit eins daran wieder anknüpfen.

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Doch Frye gibt weiterhin den Mahner. Dass das Saisonziel der Deutener – Klassenerhalt – geändert wird, daran verschwendet er keinen Gedanken. „Auch gegen Borken konnten wir in der zweiten Halbzeit nicht an die erste anknüpfen“, kritisiert er. Und fehlenden Rhythmus gibt es für ihn nicht nur aufgrund des spielfreien Wochenendes.

Fast nie die gleiche Elf

„Irgendjemand fehlt immer“, sagt er. Ob es Fabrice Werner ist, der zwei Wochen im Urlaub war. Oder ob es Nils Falkenstein ist, der jetzt erst mal zweieinhalb Wochen fehlt. „Wir können fast nie die gleiche Elf noch mal spielen lassen. Das ist ein großes Problem. Das gefällt mir nicht“, sagt Frye. Die Stabilität gehe so verloren. Das Gute in dieser Saison ist: Die Personalprobleme der Deutener gehören trotzdem erst mal der Vergangenheit an. „Wir haben einen großen Kader und können das auffangen.“

Auf der anderen Seite kann Frye seine Spieler auch verstehen. „Wir spielen in der Landesliga immer noch in einer Klasse, in der Fußball nicht das Wichtigste ist.“ Für ihn als Trainer sei das frustrierend, „aber ich habe dafür auch Verständnis“.

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