Deshalb ist die Lembecker Nacht der Revanche etwas Besonderes

Radsport

Die zwölfte Auflage der „Nacht der Revanche“ naht. Am Samstag rasen die Radrennfahrer wieder rund um die Lembecker Laurentius-Kirche.

Lembeck

, 03.07.2019, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Deshalb ist die Lembecker Nacht der Revanche etwas Besonderes

Auch die zwölfte Auflage der Lembecker "Nacht der Revanche" verspricht an diesem Samstag wieder eine gelungene Mischung aus Sport und Show. © Joachim Lücke

Michael Zurhausen freut sich auf Samstag. Elf Mal hat er die „Nacht der Revanche“ schon organisiert. Doch das Radrennen im Ortskern von Lembeck bleibt für den Radsport-Experten vom RC Olympia Buer immer etwas Besonderes.

Deshalb ist die Lembecker Nacht der Revanche etwas Besonderes

Sponsoren und Organisatoren der "Nacht der Revanche" freuen sich: Am Samstag macht das erfolgreiche Lembecker Radsportspektakel das Dutzend voll. © Andreas Leistner

Das liegt zum einen am Wetter. „In Lembeck hat es in all den Jahren nur einmal wirklich geregnet“, berichtete Zurhausen am Dienstag beim letzten Pressegespräch vor dem Rennen. Und auch für Samstag ist die Wetterprognose wieder günstig. „Gut so“, freut sich der Organisator, denn Wetterkapriolen hat er dieses Jahr schon genug erlebt.

Gewitter in Gelsenkirchen

„In Gelsenkirchen platzte vor knapp zwei Wochen mitten ins Rennen eine Unwetterwarnung“, erzählte Zurhausen. Die Hobbyfahrer konnten noch starten, doch die Profis mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen. „Dabei hatten sich unsere Jungs aus Österreich extra durch den Fronleichnams-Reiseverkehr gequält.“

Doch bei Gewitter und Sturmböen ging natürlich gar nichts: „Die eigens aufgebaute Stahltribüne war bis zu Windgeschwindigkeiten von 60 km/h zugelassen. Eine Stunde vor dem Rennen hatten wir 55 km/h“, berichtete Zurhausen.

Ein Sicherheitskonzept mit 25 Seiten

Auch andere Szenarien aus Gelsenkirchen oder Oberhausen werden sich in Lembeck nicht wiederholen. „In Oberhausen zahlen wir für eine knapp zwei Kilometer lange Strecke allein für die Absperrungen fast 9000 Euro. Da stehen außerdem 17 Rot-Kreuz-Helfer und drei Krankenwagen, und das Sicherheitskonzept von Gelsenkirchen hat 25 Seiten. Für Veranstalter solcher mittelgroßer Sportereignisse ist das alles bald nicht mehr zu stemmen“, klagte der Organisator. Lembeck ist da noch eine Oase der Glückseligen.

Abschied von Grasmann und Lampater

Doch nicht nur deshalb hat die „12. Nacht der Revanche“ für Michael Zurhausen einen ganz besonderen Stellenwert. Am Samstag heißt es in Lembeck Abschied nehmen von zwei ganz Großen des deutschen Radsports. Mit Leif Lampater und Christian Grasmann steigen zwei der erfolgreichsten deutschen Bahnfahrer hier zum letzten Mal in den Sattel. „Dafür haben wir uns natürlich einige besondere Programmpunkte einfallen lassen“, verspricht Michael Zurhausen.

Von 18.30 bis 22 Uhr erwartet die Besucher an der Wulfener Straße aber natürlich auch das Übliche − und das heißt bei der „Nacht der Revanche“ Profifahrer der Extraklasse, Rennen für Jedermann vom Dreijährigen bis zum Schützenkönig und jede Menge Partystimmung.

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