DFB-Pokal als Ziel: SV Schermbeck am 15. August im Pokal-Halbfinale

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Das große Ziel ist die Teilnahme am DFB-Pokal. Doch dafür muss der SV Schermbeck erst einmal den Westfalenpokal gewinnen. Halbfinale und Finale sind terminiert. Jetzt wartet die Arbeit.

Schermbeck

, 09.07.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Pflichtspiel ist terminiert. Am 15. August (Samstag) spielen die übrigen vier Teams die Finalteilnehmer des Westfalenpokals aus. In dem geht es dann genau eine Woche später um nichts weniger als die Teilnahme am DFB-Pokal, also attraktive Lose wie Bayern München oder Schalke 04. Einer der vier übrigen Teams im Westfalenpokal ist der SV Schermbeck. Er trifft am 15. August auf die SpVg Hagen 11. Auf das Team wartet eine Mammutaufgabe in der Vorbereitung.

„Wir müssen auf den 15. August top vorbereitet sein“, sagt Schermbecks Trainer Sleiman Salha. Innerhalb von nur wenigen Wochen muss er seine erste Elf gefunden haben. Was bedeutet das für die obligatorischen Wechselspielchen in der Vorbereitung?

„Eigentlich soll jeder spielen, aber wir müssen unsere Stammelf finden“, sagt der Trainer. „Das wird eine brutal schwere Aufgabe. Wir müssen uns ja nicht nur auf den Pokal vorbereiten, sondern zusätzlich auf die Oberliga Westfalen.“ Und dafür bräuchten wiederum alle Spieler Spielpraxis.

Unzufriedenheit durch murrende Spieler?

Bereits in der Vorbereitung besteht also die Gefahr, durch murrende Spieler Unzufriedenheit im Kader zu bekommen. Doch Salha wiegelt ab. „Als wir den Kader zusammengestellt haben, haben wir vor allem auf den Charakter der Spieler geachtet. Eins der obersten Kriterien ist dabei auch das Bankverhalten, also wie verhält sich ein Spieler, wenn er mal nicht spielt.“

Dem Trainer ist wichtig, dass sein ganzes Team sich dem großen Ziel unterordnet. Und das heißt: DFB-Pokal!

Dafür bereiten sich Salha und sein Team bereits intensiv auf den Gegner im Halbfinale vor. „Wir haben Videomaterial von Hagen, das wir fleißig analysieren“, sagt er. Auch in der Vorbereitung des Gegners werden die Schermbecker Hagen beobachten.

Hagen 11, durch den Saisonabbruch und der damit einhergehenden Aufstiegsregelung in die Westfalenliga aufgestiegen, ist kein typischer Westfalenligist. Das waren sie schon nicht als Landesligist. „Die haben einen richtig starken Kader“, sagt Salha. „Da spielen einige, die bei Schalke ausgebildet wurden oder vorher auch Regionalliga beim Wuppertaler SV gespielt haben.“

Berkant Canbulut (M.) lief bis zuletzt für den TuS Haltern in der Regionalliga auf.

Berkant Canbulut (M.) lief bis zuletzt für den TuS Haltern in der Regionalliga auf. © Thieme-Dietel

Mit Berkant Canbulut hat Hagen erneut einen Top-Transfer getätigt. Canbulut spielte das letzte halbe Jahr beim Regionalligisten TuS Haltern, nachdem sein vorheriger Verein, die SG Wattenscheid, pleite gegangen ist. Nicht nur die schwierige Vorbereitung auf das Spiel, auch der Gegner selber machen das Pokal-Halbfinale zu einer Mammutaufgabe für den SVS.

Trotz alledem sind die Schermbecker allerdings Favorit. Für Salha geht es auch darum, seinem Team seine Spielidee einzuimpfen. „Wir werden den Ball haben und Hagen muss sich dem unterordnen“, sagt der Schermbecker Coach selbstbewusst.

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Gut vier Wochen hat der Trainer Zeit, sein Team auf das Spiel vorzubereiten. Am 17. Juli startet das Team mit einem Leistungstest, zwei Tage später geht es mit dem normalen Training los. Ab da will Salha nur noch am Ball „und viel taktisch arbeiten“.

Die Grundlagenausdauer sollen sich die Schermbecker Spieler selber in der Zeit vor dem Trainingsstart aneignen. „Wir haben aufgrund der Kürze der Zeit auch gar keine Zeit, in diesem Bereich zu arbeiten.“ Überprüft werden die Spieler über eine App. „Alle haben da gut mitgearbeitet“, lobt Salha. Die Grundlage für einen erfolgreichen Saisonstart mit einem Erfolg im Westfalenpokal ist also gelegt.

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