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Die Deutsche Meisterin Nele Hatschek spricht über ihren Titelgewinn

mlzSquash

Es war ihr bislang größter nationaler Erfolg. Einen Tag nachdem sie erstmals Deutsche Meisterin der Damen geworden war, sprach die Dorstenerin Nele Hatschek mit uns über ihren Triumph.

Dorsten

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Fünf Sätze lang lieferten sich Nele Hatschek und Franziska Hennes am Sonntag bei der Deutschen Meisterschaft in Hamburg ein hochklassiges Finale. Am Ende hieß die Siegerin Hatschek, zum allerersten Mal.

Nele Hatschek, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Meistertitel!

Vielen Dank.

Hatten Sie im Vorfeld damit gerechnet?

Nein, überhaupt nicht. Das war sowohl für mich als auch für alle anderen eine Riesenüberraschung.

Als Dritte der Deutschen Rangliste gehörten Sie aber doch zum engeren Favoritenkreis, oder?

Ja, sicher. Ich war ja letztes Jahr auch bei der DM schon Dritte geworden. Trotzdem war ich im Endspiel Außenseiterin.

Obwohl Ihre Gegnerin Franziska Hennes nur auf Platz neun der Rangliste stand ...

Franzi, war nur abgerutscht, weil sie einige Ranglistenturniere aus Zeitgründen nicht spielen konnte. Dadurch hatte sie Punkte verloren. Sie war Titelverteidigerin, das sagt alles über ihre Stärke.

Sie hatten gegen Hennes bis Sonntag auch noch nie gewonnen ...

Ja. Bis auf ein Spiel im Trainingslager letzte Woche, da hieß es am Ende 3:1 für mich. Ansonsten war es schon oft knapp, aber Franzi hatte immer gewonnen.

Sie und Franziska Hennes sind gut befreundet, kennen die Spielweise der anderen in- und auswendig. Wie geht man so ein Spiel taktisch an?

Franzi ist sehr groß und kann deshalb viele Bälle volley nehmen. Ich bin dagegen von den Topspielerinnen tendenziell die Fitteste. Mein Spiel ist es daher eher, die Ballwechsel lang zu halten und auf meine Chance zu warten.

Das ging in den Sätzen eins und drei daneben ...

Ja, da habe ich überhaupt nicht zu meinem Spiel gefunden.

Zwischendurch gab es auch ein, zwei Situationen, in denen sie klare Führungen zu verlieren drohten. Da kam dann auch schon mal ein Frust-Schrei ...

Ja, da musste es raus.

Haben Sie da Angst gehabt, dass Franziska Hennes den Sack doch noch zu macht?

Ich war frustriert, weil sie zum Beispiel im zweiten Satz von 5:10 auf 9:10 heran kam. Dann habe ich aber zum Glück den Satz noch gewonnen. Zwischendurch war ich zu sehr darauf aus, den Punkt zu machen, und habe nicht auf meine Chance gewartet.

Das haben die Bundestrainer in den vergangenen Jahren oft bei Ihnen bemängelt ...

Daran habe ich aber gearbeitet, und Sonntag hat es dann geklappt.

Danach ging‘s dann zur Dopingkontrolle. Lief da alles glatt?

Eigentlich schon. Nur bei der Blutprobe wollte am linken Arm nichts kommen, da mussten wir zum rechten wechseln.

Wann gab es denn die große Meisterparty?

Bislang noch gar nicht. Ich bin am Sonntagabend nach Dorsten zurück gefahren. Bis Ende Februar stecke ich jetzt an der Uni noch im Klauserenstress. Das war wegen der Deutschen meisterschaft und des vorangegangenen Trainingslagers alles ein wenig liegen geblieben. Erst nach den Klausuren werde ich abschalten können und dann sicher noch richtig feiern, dass ich Deutsche Meisterin bin.

Dann wünschen wir zunächst bei den Klausuren viel Erfolg und anschließend eine richtig große Meistersause!

Vielen Dank.

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